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Gustav I. Wasa - Gustav Vasa (Eriksson)

Gustav Vasa (Gustav Eriksson Vasa, Gustav I) war der Sohn des schwedischen Ritters und Ratsherren Erik Johansson Vasa und Cecilia Månsdotter von Eka. Als er 17 Jahre alt war kam er zur Gustav VasaOffiziersausbildung an den Hof Sten Stures des Jüngeren, des Reichsverwesers des Schwedischen Reiches.

Zusammen mit Sten Sture nahm Gustav Vasa 1518 an der Schlacht bei Brännkyrka teil und gehörte zu den Geiseln, die im selben Jahr von den Dänen heimtückisch gefangen genommen wurden. Aus der jütländischen Gefangenschaft floh er über Lübeck zurück nach Schweden, wo er im Frühjahr 1521 Dalarna bereiste und sich gegen Christian II. auflehnte, der im Herbst zuvor zum schwedischen König gekrönt worden war. Stockholm wurde mit Hilfe von Lübeck eingenommen und Gustav Vasa wurde im August 1521 zum Reichsverweser gewählt. Am am 6. Juni 1523 wurde Gustav Vasa zum König von Schweden gewählt. Die Krönung zum König wurde am 12. Januar 1528 im Dom zu Uppsala vorgenommen.

Im Reichstag von Västerås wurden im Jahr 1527 die Reformation und die Reduzierung des Kirchenbesitzes durchgeführt. Die Maßnahme war fast finanziell bedingt und wurde durch die große Verschuldung des Königreichs gegenüber Lübeck gerechtfertigt. Gustav Vasa wurde anstelle des Papstes zum Oberhaupt der schwedischen Kirche bestimmt. In den folgenden Jahren legte Gustav Vasa durch seine Verwaltungsreformen, insbesondere im Bereich der Finanzverwaltung, den Grundstein für die moderne Zentralregierung.

Das mittelalterliche Grafschaftssystem wurde schrittweise abgeschafft. Die Krone nahm die Steuererhebung durch eine systematische Bestandsaufnahme von Dörfern und Bauernhöfen fest in den Griff. Die Steuerobjekte wurden in den Grundbüchern der Krone eingetragen und anschließend jährlich in den Büchern der Gerichtsvollzieher ausgewiesen.

Wie seine Vorgänger Engelbrekt und Sture während der Union, verstand es Gustav Wasa, die Bauernklasse für seine Zwecke zu nutzen, die nun regelmäßig zu Parlamenten und Provinzversammlungen berufen wurden. Unter anderem sicherte er den Fortbestand seiner Dynastie durch die Einführung des Erbkönigreichs am Reichstag in Västerås im Jahre 1544. Die Reformation und die neuen, oft harten Erhebungsmethoden erregten jedoch zeitweise heftigen Widerstand unter den Bauern und führten zu einer Reihe gefährlicher Aufstände.

Gegen Ende der Regierungzeit von Gustav Vasa wurde Schweden durch den Zerfall des Ordensstaates in die baltische Politik hineingezogen. So begann die Rivalität mit Russland und Polen, die die weitere Außenpolitik prägen sollte.

Gustav Vasa war der König, der Schweden endgültig vereinigte. Er war ein gefürchteter, aber dennoch beliebter König.

Familie

Gustav Vasa war dreimal verheiratet:
  • 1531-35 Ehe mit Katarina von Sachsen-Lauenburg (1513-35), mit der er den Sohn Erik (XIV) hatte

  • 1536-51 Ehe mit Margareta Leijonhufvud (Eriksdotter) (1516-51), die ihm 10 Kinder gebar

  • Johan III Vasa (Gustavsson) (1537 - 1592)
  • Katarina Vasa (Gustavsdotter) (1539 - 1610)
  • Cecilia Vasa (Gustavsdotter) (1540 - 1627)
  • Magnus Vasa (Gustavsson) (1542 - 1595)
  • Karl Vasa (Gustavsson) (1544 - 1544)
  • Anna Maria Vasa (Gustavsdotter) (1545 - 1610)
  • Sten Vasa (Gustavsson) (1546 - 1549)
  • Sofia Vasa (Gustavsdotter) (1547 - 1611)
  • Elisabet Vasa (Gustavsdotter) (1549 - 1597)
  • Karl IX Vasa (Gustavsson) (1550 - 1611)
  • 1552 Ehe mit Katarina Stenbock (1535–1621) Vadstena klosterkyrka, Östergötland

Gustav Vasa wurde in der Kathedrale von Uppsala begraben.

Persongeschichte

Jahr Ereignisse
12.05.1496 Geburt von Gustav Vasa in Rydboholm, Östra Ryd, Uppland
24.09.1513 Geburt von Katarina von Sachsen-Lauenburg in Ratzeburg (Deutschland)
01.01.1516 Geburt von Margareta Leijonhufvud (Eriksdotter) in Ekeberg, Närke
09.11.1520 Tod von Vater Erik Vasa (Johansson) in Stockholm (Stockholmer Blutbad)
1522 Tod von Mutter Cecilia Eka (Magnusdotter, Månsdotter) in Kopenhagen
1522 Tod von Schwester Märta (Märeta) Vasa (Eriksdotter) in Kopenhagen
1522 Tod von Schwester Emerantia Vasa (Eriksdotter) in Kopenhagen
24.09.1531 Heirat mit Katarina von Sachsen-Lauenburg in Sankt Nikolai kyrka (Stockholms Storkyrka)
13.12.1533 Geburt von Sohn Erik XIV Vasa (Gustavsson) im Stockholmer Schloss (Stockholms slott)
22.07.1535 Geburt von Katarina Stenbock (Gustavsdotter) in Torpa, Västergötland
23.09.1535 Tod von Katarina von Sachsen-Lauenburg in Stockholm
01.10.1536 Heirat mit Margareta Leijonhufvud (Eriksdotter) im Dom zu Uppsala (Eriksdom), Uppland
31.12.1536 Tod von Schwester Margareta Vasa (Eriksdotter) in Tallinn (Reval), Estland
20.12.1537 Geburt von Sohn Johan III Vasa (Gustavsson) im Schloss Stegeborg, Östergötland
06.06.1539 Geburt von Tochter Katarina Vasa (Gustavsdotter) im Stockholmer Schloss (Stockholms slott)
06.11.1540 Geburt von Tochter Cecilia Vasa (Gustavsdotter)  im Stockholmer Schloss (Stockholms slott)
25.06.1542 Geburt von Sohn Magnus Vasa (Gustavsson) im Stockholmer Schloss (Stockholms slott)
1544 Geburt von Sohn Karl Vasa (Gustavsson)
1544 Tod von Karl Vasa (Gustavsson)
09.06.1545 Geburt von Tochter Anna Maria Vasa (Gustavsdotter) im Stockholmer Schloss
1546 Geburt von Sohn Sten Vasa (Gustavsson)
29.10.1547 Geburt von Tochter Sofia Vasa (Gustavsdotter) im Stockholmer Schloss (Stockholms slott)
1549 Tod von Sohn Sten Vasa (Gustavsson)
04.04.1549 Geburt von Tochter Elisabet Vasa (Gustavsdotter) in Kungsör, Södermanland
04.10.1550 Geburt von Sohn Karl IX Vasa (Gustavsson) im Stockholmer Schloss (Stockholms slott)
25.08.1551 Tod von Ehefrau Margareta Leijonhufvud (Eriksdotter) auf Schloss Tynnelsö, Södermanland
22.08.1552 Heirat mit Katarina Stenbock (Gustavsdotter) in der Vadstena klosterkyrka, Östergötland
29.09.1560 Tod von Gustav Vasa in Stockholm
21.12.1560 Beerdigung von Gustav Vasa im Dom zu Uppsala (Eriksdom), Uppland

 

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