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Flussperlmuschel - Flodpärlmussla

Die Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) war früher in Europa weit verbreitet, besonders in Nordeuropa. Sie hat eine dunkelbraune bis schwarze Schalenhaut, wird durchschnittlich 8 - 12 cm lang und Flussperlmuschelerreicht eine maximale Größe von bis zu 15 cm. Im Inneren zeigt sich eine bläulich-weiße Perlmutterschicht. Die Muscheln können bis zu 80 Jahre alt werden. 
Die Flussperlmuscheln atmen über Kiemen und filtrieren aus dem Atemwasser mikroskopisch kleine Nahrungspartikel heraus, die sie nach verdaulichen und unverdaulichen Partikeln trennen. Durch ihre große Filtrierleistung von bis zu 30 Liter am Tag tragen sie wesentlich zur Verbesserung der Wasserqualität bei. Da der Stoffwechsel der Muscheln sehr gering ist, benötigen sie Wasser mit hohem Sauerstoffgehalt. In den kühlen Gewässern der nordischen Länder ist die Löslichkeit des Sauerstoffs relativ hoch.

Die Tiere leben in einer Wassertiefe von 0.5 bis 2 Meter und bilden Bestände von bis zu 2000 Einzeltieren, die sich in mehreren Schichten stapeln können.

Eine Besonderheit der Flussperlmuschel ist, dass sie Perlen bilden kann. Dafür braucht sie gut 20 Jahre. Allerdings bilden nur sehr wenige Muscheln auch Perlen aus und äußerst selten haben sie den typischen Perlenglanz.
Die Flussperlmuschel wird erst mit ca. 20 Jahren geschlechtsreif. Die männliche Muscheln geben ihre Samenzellen ins Wasser ab, die dann von den weiblichen Tieren mit ihrem Atemwasser aufgesogen werden. Danach geben die Weibchen bis zu 4 Millionen winzige (0,05 mm) Larven ins Wasser. Diese kleinen Larven bohren sich mit zwei Zähnen in die Haut vorbeischwimmender Fische. Von den Sekreten der Fische und deren Haut leben die Larven der Flussperlmuscheln. Sie entwickeln sich hier zu einer winzigen 0,5 mm großen Jungmuschel, die abfällt und dann im tiefen Sandboden weiterlebt. Nach 3 bis 4 Jahren kommt sie dann wieder an die Bodenoberfläche und sitzt ungefähr zur Hälfte eingegraben im Bachboden.
Die Flussperlmuschel ist ein Indikator für eine gute Wasserqualität. Wo diese Muscheln überleben, geht es auch allen anderen Tieren und Pflanzen gut. Es ist verboten Flussperlmuscheln zu fischen - sie stehen in Schweden ganzjährig unter Naturschutz.

Die schwedische Tierwelt

 

 

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