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Kraftfahrtstraßen in Schweden

Kraftfahrtstraßen

Eine Kraftfahrtstraße (Motortrafikled) ist ähnlich einer Autobahn, jedoch ohne die besonderen Auf- und Abfahrten und meist ohne Mittelleitplanke. In Schweden beträgt die normale Geschwindigkeitsbegrenzung 70 km/h innerhalb von geschlossenen Ortschaften bzw. 90 km/h und nicht selten 110 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften. Auf einer Kraftfahrtstraße in Schweden gelten dieselben Regeln, wie auf der Autobahn, falls sie anwendbar sind.

In letzter Zeit wurden viele Kraftfahrtstraßen umgebaut und erhielten eine Mittelleitplanke, um Zusammenstöße zu vermeiden. Diese wurden vor allem da angebracht, wo sich die Fahrbahnen wechselweise in 2+1 Spuren teilen. Die Fahrspuren sind bei Kraftfahrtstraßen auch schmaler als auf Autobahnen.

Auf den Kraftfahrtstraßen dürfen nur Kraftfahrzeuge fahren, die schneller 40 Stundenkilometer fahren können, das heißt, sie dürfen nicht mit Fahrrädern, Mopeds oder Traktoren befahren werden. Fahrzeuge dürfen auf Kraftfahrtstraßen nicht anhalten oder parken – außer an den dafür ausgewiesenen Park- und Rastplätzen. Es gibt allerdings besonders ausgewiesene Haltestellen für Busse.

Auf dem Verkehrszeichen für einen 'Motortrafikled' ist ein Pkw abgebildet der die Straße als Kraftfahrtstraße ausschildert.

In Straßenatlanten sind Kraftfahrtstraßen besonders markiert, aber durch verschiedene Prinzipien der  verschiedenen Länder sind diese manchmal vierspurig. Auf jeden Fall kommt man auf diesem Straßentyp schneller voran als auf gewöhnlichen Landstraßen.

Autobahnen

Eine Autobahn besteht aus mindestens 2 Fahrbahnen in jeder Richtung und hat zwischen den Fahrtrichtungen eine Mittelleitplanke. Autobahnen haben auch besondere Auf- und Abfahrten. In Schweden heißt die Autobahn 'Motorväg'.

Die Verkehrszeichen für eine Autobahn sind in ganz Europa genormt, haben jedoch unterschiedliche Gestaltung und Farbe. Das Autobahnschild symbolisiert immer zwei Fahrbahnen und eine Kreuzung in Form von einer Brücke, die über die Autobahn geht. Die meisten Autobahnen in Schweden sind ausgebaute Europastraßen, Reichsstraßen oder Landstraßen. Die Höchstgeschwindigkeit auf schwedischen Autobahnen beträgt 110 km/h, wenn nicht anders ausgeschildert.

Geschichte

Die ersten Kraftfahrtstraßen wurden in Schweden in den 1960er Jahren gebaut. Selbst der Begriff und das Symbol für 'Motortrafikled' entstanden erst 1967 in Zusammenhang mit der Umstellung auf den Rechtsverkehr, als ein Teil der schwedischen Straßen umgelegt wurde. In den 1970-80er Jahren wurden in Schweden viele Kraftfahrtstraßen gebaut, da diese sicherer waren als die gewöhnlichen Landstraßen und billiger als Autobahnen. In den 1980er Jahren wurden kaum Autobahnen in Schweden gebaut, abgesehen von E6 in Halland – fast alles waren damals Kraftfahrtstraßen mit wechselnden 2+1 Fahrspuren. Erst ab den 1990er Jahren baute man die Kraftfahrtstraßen nach und nach zu Autobahnen aus.

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