Schwedisch Deutsch


Deutsch Schwedisch

Die fünf wichtigsten Nachrichten aus Schweden 2007

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

 

1. Regierungskrise

Die Rücktritte in der schwedischen Regierung setzen sich 2007 fort. Es begann mit Verteidigungsminister Mikael Odenberg, der ein Kräftemessen mit Finanzminister Anders Burg um das militärische Budget verlor. Nächster Rücktritt war Staatssekretärin Ulrica Schenström, die wegen eines Gaststättenbesuchs mit einem Fernsehjournalist in die Kritik geriet. Sie trank für 945 Kronen Alkohol, obwohl sie an dem Abend Bereitschaft hatte. Ulrica Schenström war einer der nahsten Mitarbeiter von Ministerpräsiden Reinfeldt.

39 Prozent der Stimmen von DN’s Leser

2. Grundstückssteuer

Viele haben es lange gefordert aber es zeigte sich, es ist leichter gesagt als getan. Die Veränderung der Grundstückssteuer wurde zu einem Fortsetzungsroman in diesem Jahr – ein durcheinander mit neuen Vorschlägen und Gegenvorschlägen. Der Wahlköder, der das bürgerliche Bündnis an die Macht führte, machte schließlich alle zum Verlierer - Hausbesitzer, Mieter, Arbeitgeber und Gewerkschaften äußerten ihre Unzufriedenheit.

13 Prozent der Stimmen

3. Mona Sahlin übernimmt Parteiführung

Mona Sahlin sollte 1995 die Nachfolgerin von Ministerpräsidenten Ingvar Carlsson werden. Sie war schon nahe dran, stolperte aber damals über die Toblerone-Affäre. Bei dieser Affäre ging es darum, dass Mona Sahlin mit der Kreditkarte der Regierung private Einkäufe tätigte und Strafzettel für Falschparken ignorierte und Steuern zu spät bezahlte. Sie zog nach Bekanntgabe dieser Dinge ihre Kandidatur zurück und verließ den Reichstag. In März 2007 kam sie wieder zurück und folgte Göran Persson als erste weibliche Parteiführerin der Sozialdemokraten. Die Erwartungen waren und sind groß nach der Niederlage der Wahl 2006 und zehn Jahre mit Perssons freilich erfolgreicher aber gleichzeitig kritisierten Leitung. Sie versprach die Politik zu überprüfen und mehr Demokratie innerhalb der Partei. In den letzten Umfragen liegt die linke Partei schon wieder deutlich vor dem Regierungsbündnis.

13 Prozent der Stimmen

4. Streitigkeit um privaten Alkoholimport

Schweden und der Alkohol sind ein ständig heißes Thema, das dieses Jahr neuen Zündstoff bekam. Der europäische Gerichtshof kam zu dem Entschluss, dass das schwedische Verbot gegen den privaten Alkoholimport gegen die Prinzipien um den freien Handel der europäischen Gemeinschaft verstoße. Die Frage wurde auf die Spitze gestellt, als eine schwedische Privatperson, die Alkohol im Internet aus Spanien kaufte, dagegen klagte. Darauf kam die Entscheidung des europäischen Gerichtshofes, dass man sehr wohl die Steuer des Einfuhrlandes zahlen muss, wenn man Alkohol zum eigenen Gebrauch im Ausland kauft. Obwohl der Richterspruch ein Sieg für die Importeure war, blieb ihnen das Lachen im Halse stecken, denn die schwedische Steuer muss immer noch bezahlt werden. Außerdem gab es keine Entschädigung für die beim Zoll in Verwahrung zerstörten Flaschen.

4 Prozent der Stimmen

5. Reichsbank erhöht Leitzins

Im laufenden Jahr erhöhte die schwedische Reichsbank den Leitzins Schritt für Schritt auf 4,25%, um den gestiegenen Wohnungspreisen entgegenzuwirken. Die steigenden Wohnungspreise und Löhne sind eine Gefahr für die Inflation. Gegen Ende des Jahres verbreitete sich Unruhe auf dem Wohnungsmarkt in den Großstädten. Makler bezeugten weniger Spekulanten und schwerfälligere Verkäufe. Weil die Darlehen teurer geworden sind und nach dem Jahreswechsel eine höhere Wiederverkaufssteuer wartet sitzen erst mal viele still im Boot.

4 Prozent der Stimmen

Insgesamt nahmen 8204 Leser von DN.se an der Abstimmung teil. 27 Prozent meinten, dass eine andere Nachricht als diese fünf, die wichtigste des Jahres sei.

Quelle: DN  Dezember 2007

 

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017 

Schweden-Highlights

Sitemap