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Nachrichten aus Schweden - März 2017

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

 

Skype zieht sich aus Schweden zurück

Microsoft hat beschlossen, das Büro von Skype in Stockholm zu schließen. Der Software-Riese gab diese Mitteilung an alle Mitarbeiter weiter. Alle 120 Personen die in dem Stockholmer Büro von Skype arbeiten, wurde eine Kündigung verschickt. Microsoft hat die schwierige Entscheidung getroffen und wird Gespräche mit den Gewerkschaften beginnen. Die Auflösung des Büros steht im Einklang mit dem langfristigen Ziel des Unternehmens, die Anzahl von geographisch verteilten Büros zu reduzieren, mehr Kooperationsmöglichkeiten zu schaffen und Entwicklungsaktivitäten zu verbessern sowie die Innovation und die Qualität der Arbeit zu erhöhen, schreibt das Unternehmen. Microsoft wird alle Anstrengungen unternehmen, um alle von der Entscheidung Betroffenen zu helfen und wenn möglich, ihnen neue Möglichkeiten anbieten.

Skype wurde 2003 von dem schwedischen Unternehmer Niklas Zennström und dem dänischen Unternehmer Janus Friis in Luxemburg gegründet. Drei Jahre nach dem Start hatte der kostenlose Instant-Messaging-Dienst mehr als 50 Millionen registrierte Benutzer in 225 Ländern. Im Jahr 2005 hat eBay das Unternehmen für 3,1 Milliarden Dollar gekauft. Im Mai 2011 übernahm Microsoft Skype für 8,5 Milliarden Dollar.

28.03.2017

Sven-Erik Magnusson ist tot

Knut Sven Erik Magnusson starb heute im Alter von 74 Jahren nach einem kurzen Kampf gegen den Krebs, umgeben von seiner Familie. Im Jahr 2010 stellte man bei ihm Prostatakrebs fest und er unterzog sich einer Operation, bei der die Prostata entfernt wurde. Nach einer antiretroviralen Therapie ging er regelmäßig zu Check-ups. Sven Erik Magnusson war ein schwedischer Sänger und Frontmann der Dansband Sven-Ingvars. In diesem Sommer hätte er sein 60jähriges Bühnenjubiläum mit der Band gefeiert.

22.03.2017

Dramatische Rettungsaktion auf dem Kebnekaise

Eine dramatische Rettungsaktion ereignete sich in der Nähe von Schwedens höchsten Gipfel, als ein Mann mit einem gebrochenen Bein durch die Bergrettung vom Kebnekaise geholt werden musste. Der Unfall ereignete sich in schwierigem Gelände und die Rettungsaktion war angespannt, mit Beteiligung mehrerer Hubschrauber sowie einem Motorschlitten.

Ein 60jähriger Mann brach sich ein Bein auf dem schwierigen Gelände eines Gletschers bei Tarfala. Der Alarm wurde gestern um 16:20 Uhr ausgelöst. Zunächst wurde die Entscheidung getroffen, ihn mit einem Hubschrauber vom Berg herunterzuholen, weil die Lage mit einem Motorschlitten nicht erreicht werden konnte, aber der Hubschrauber musste wegen schlechten Wetters zurückdrehen. Schließlich konnten Bergretter den Mann um 20:11 Uhr vom Gletscher zu einer Forschungsstation in Tarfala runterholen, aber nicht weiter. Ein weiterer Hubschrauber wollte den verletzten Mann dann ins Krankenhaus transportieren, aber das Wetter verursacht wieder Probleme. Er wurde stattdessen mit dem Motorschlitten zum Dorf Nikkaluokta transportiert. Kurz vor Mitternacht wurde der Mann schließlich von Sanitätern ins Krankenhaus gebracht.

21.03.2017

Türkischer Wahlkampf in Schweden

Während türkische Politiker in Deutschland und in den Niederlanden davon abgehalten wurden für das umstrittene türkische Verfassungsreferendum Wahlkampf zu betreiben, sieht Schweden das ganz anders und verhängt keine Einreiseverbote für türkische Politiker. Die links-grüne Regierung sprach sich dafür aus, dass die Versammlungsfreiheit und die Meinungsfreiheit erhalten bleiben müsse. Dies gelte auch für ausländische Minister oder Repräsentanten eines Landes, so lange die Ausübung der Grundrechte friedvoll verliefe. Gleichzeitig bekräftigte der schwedische Ministerpräsident seine Unzufriedenheit gegenüber den Entwicklungen in der Türkei. In Schweden leben ca. 45.000 Menschen, die in der Türkei geboren wurden.

15.03.2017

Mine an Stockholmer Badestelle gefunden

In den Stockholmer Schären wurde in der Nähe einer Badestelle eine Mine gefunden. Die Mine stammt aus den 1930er Jahren und wurde von einer Privatperson in der Nähe eines beliebten Badeplatz auf der Insel Långgarn gefunden. Die Mine sollte eigentlich Anfang der Woche von den schwedischen Streitkräften entsorgt werden, doch das schlechte Wetter verzögerte die Pläne. Gestern waren die Minentaucher endlich in der Lage eine kontrollierte Sprengung durchzuführen und es stellte sich heraus, dass sie immer noch scharfen Sprengstoff enthielt.

11.03.2017

Schweden droht Devisenschock

Schwedische KronenSchockwellen aus Europa können eine explosive Wirkung auf die Krone und einer Reihe von anderen kleineren Währungen in Europa haben. Überraschungen bei den europäischen nationalen Wahlen in diesem Jahr drohen ein schnelles Wiederaufleben der Eurokrise auszulösen. Die trügerische Ruhe an den Devisenmärkten kann sich schnell ändern, zum Beispiel wenn die Euro-Kritiker Geert Wilders in den Niederlanden oder Marine Le Pen in Frankreich unerwartet großen Erfolg haben. Es hätte einen höchst unwillkommen Aufwärtsdruck auf die Währungen der Nachbarländer des Euroraums Schweden, Dänemark und der Schweiz, warnt das britische Analysehaus Capital Economics in einem aktuellen Devisenbericht. Die Niederlande geht nächste Woche an die Urnen, Frankreich im April-Mai und Deutschland im September. In Italien kann es Ende des Jahres zu Neuwahlen kommen. Ein Erfolg der Euroskeptiker kann weitere Marktturbulenzen und das Ende vom Euro beschleunigen.
Nach diesen Wahlen könnte der Euro stark fallen, während die nordischen Länder und die Schweiz sichere Häfen mit einem schockierenden Anstieg der Wechselkurse wären, so das Analysehaus Capital Economics. Daher wird die schwedische Notenbank ihre Türen für eine weitere Zinssenkung oder direkte Währungsinterventionen im Fall eines zu schnellen Anstiegs der Krone offen halten. Ein politischer Schock aus Europa würde die Riksbank zu Währungsinterventionen zwingen, um die Krone in Schach zu halten.
Als die Euro-Krise im Sommer 2010 auf ihrem Höhepunkt war, stiegen die schwedische Krone und der Schweizer Franken um 5 bis 6 Prozent gegenüber dem Euro in sechs Monaten. Ein ähnliches Muster gab es im Zusammenhang mit der Griechenlandkrise 2014.

08.03.2017

Schweden konsumieren mehr Fleisch als je zuvor

Die vielen vegetarischen Angebote in den Supermärkten täuschen, denn neue Zahlen zeigen, dass die Schweden mehr Fleisch konsumieren als je zuvor. Nach einem neuen Bericht von der schwedischen Landwirtschaftsbehörde (Jordbruksverket), konsumierte durchschnittlich jeder Schwede 87,7 kg Fleisch pro Person im Jahr 2016. Das ist ein Anstieg von einem halben Kilo pro Person im Vergleich zu 2015. Bei dem Fleischverbrauch sind allerdings die nicht essbaren Teile, wie Haut und Knochen noch nicht abgezogen.
Die Landwirtschaftsbehörde hat auch eine Veränderungen bei den Essgewohnheiten festgestellt. Die Menschen essen immer mehr Geflügel und weniger Schweinefleisch. Beim Geflügelverbrauch wurde das siebte Jahr in Folge ein neuer Rekordwert aufgestellt. Auch der Eierverbrauch ist seit 2015 um 10 Prozent gestiegen. Eine Erklärung für die stetige Zunahme des Geflügelverbrauchs könnte die Sorgen über gesundheitliche Probleme durch zu viel rotes Fleisch sein.
Der WWF hält diese Erhöhung des Geflügelverbrauchs für problematisch, weil man riesige Landmengen benötigt, um genügend Nahrung für die Hühner zu erzeugen. Letztes Jahr hat eine große WWF-Studie Schweden für seinen unhaltbaren Verbrauch der Ressourcen des Planeten kritisiert.

07.03.2017

Schwedische Unternehmer haben das beste Selbstvertrauen in der Welt

Nach einer internationalen Studie liegt das Selbstvertrauen schwedischer Unternehmensführer an der Spitze. Zugleich denken sechs von zehn schwedischen Managern, dass sich ihre Unternehmen grundlegend verändern müssen. 60 Prozent der schwedischen Unternehmer glauben, dass ihr Geschäft im Jahr 2021 nicht mehr in der jetzigen Form existieren wird. Gleichzeitig vertrauen viele auf die Fähigkeit, in einer digitalen Welt zu konkurrieren. 65 Prozent der Befragten sehen ihre eigene Organisation als Branchenführer. Noch mehr schwedische Unternehmen sagen, dass eine erhöhte Digitalisierung in anderen Ländern die treibende Kraft ist. Nur Manager in den Vereinigten Staaten und Finnland haben ein ähnliches Vertrauen in diesen Bereichen.

 Wo kommt das gute Selbstvertrauen her? Eine Antwort könnte sein, dass die schwedischen Unternehmen eine stärkere Konzentration in der Wettbewerbsanalyse haben. Schweden schauen viel mehr auf die Konkurrenten um Wege nach vorn zu finden. 61 Prozent denken, dass dies wichtig ist, im Vergleich zu nur 31 Prozent bei den internationalen Unternehmen. Eine weitere Besonderheit besteht darin, wie schwedische Unternehmen die Arbeit organisieren und Mitarbeitern mehr Verantwortung übergeben. Während bei internationalen Firmen der CIO und CFO als Schlüsselpersonen gelten, vertrauen die Schweden dem gesamten Management-Team mit kollektiver Verantwortung. Das internationale Bewusstsein ändert sich stark über die Kraft der Digitalisierung. Zum Beispiel sagen 71 Prozent der schwedischen Unternehmen in der Umfrage, dass sich die Organisation schneller ändern muss als heute. Die entsprechende Zahl in Finnland beträgt 97 Prozent, in Spanien nur 36 Prozent. Insgesamt zwei Drittel der befragten Manager glauben, dass ihre Organisation das Tempo bei der Innovation erhöhen muss, um den Herausforderungen zu begegnen.

Die Studie wurde von dem unabhängigen Datenanalyse-Spezialisten Censuswide im September 2016 durchgeführt. Befragt wurden 1180 Manager von mittleren und großen Unternehmen in einem breiten Spektrum von Branchen wie öffentlicher Sektor, Einzelhandel, Fertigung und Finanzsektor. Die teilnehmenden Unternehmen kommen aus den Vereinigten Staaten, Australien, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Finnland und Schweden.

04.03.2017

600 Kilo Haschisch beschlagnahmt

Nach dem Überqueren der Öresundbrücke wurde ein Lkw gestoppt und untersucht. Die Zöllner fanden rund 600 Kilo Haschisch. Es ist die größte aufgedeckte Schmuggel von Cannabis nach Schweden. Der 51-jährige Fahrer aus Polen leugnet von dem Cannabis in seinem Lkw gewusst zu haben. Die Menge ist fast doppelt so hoch wie ergriffene Menge (310 kg) im Jahr 2015. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 690 kg ergriffen, aber bei fast 900 verschiedenen Gelegenheiten.

03.03.2017

Männer haben längere Straßen

Nur 14 Prozent der Straßen mit Personennamen werden nach Frauen benannt, der Rest hat Männernamen. Die männlichen Namen sind nicht nur in der klaren Mehrheit, sie sind auch um durchschnittlich 70 Meter länger. Straßen mit Personennamen sind vor allem in den städtischen Gebieten konzentriert und dann in der Regel in Großstädten mit vielen Gebäuden. Stockholm und Göteborg haben jeweils deutlich mehr als 150 Straßen und Malmö um die 80 mit Personennamen.

02.03.2017

Alice und Oscar sind die beliebtesten Vornamen

Gestern veröffentlichte das statistische Zentralamt in Stockholm (SCB) die 100 populärsten Vornamen in Schweden. Demnach kamen Alice und Oscar zurück auf die ersten Plätze. Der Name Alice kam 2005 zum ersten Mal unter die Top-Ten und hat jetzt zum fünften Mal den ersten Platz. Alice wurde letztes Jahr 910 mal an Mädchen vergeben. Oscar, der häufigste Jungenname, wurde im Jahr 2016 insgesamt 879 mal vergeben.

Die Medien haben einen großen Einfluss auf die Namenswahl der Eltern. So gibt es zwei gute Beispiele. Die Sängerin Agnes gewann die schwedische Castingshow Idol im Jahr 2005 und im folgenden Jahr machte der Vorname Agnes einen großen Sprung von Platz 26 auf den dritten Platz unter den beliebtesten Namen und fiel danach wieder zurück. Die TV-Serie "Skärgårdsdoktorn", einer der 1990 beliebtesten TV-Serien mit Ebba Hultkvist in der Rolle von Wilma, wurde im Herbst 2006 ausgestrahlt . Im Jahr 2007 stieg der Name Wilma von Platz sieben auf den ersten Platz und fiel im folgenden Jahr auf den neunten Platz. Bei den Jungennamen kann man Einflüsse einer ähnlichen Art oder Größe finden. Im März 2016 wurde Prinz Oscar, das zweite Kind von Kronprinzessin Victoria und Daniel von Schweden geboren. Im gleichen Jahr stieg der Name Oscar von Platz vier auf Platz eins in der Liste der beliebtesten männlichen Vornamen.

01.03.2017

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