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Nachrichten aus Schweden - Mai 2016

Aktuelle Nachrichten

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Schweden unterzeichnet Abkommen mit der NATO

Um Skandale der Mitte-Links-Koalitionsregierung abzuwenden hat der schwedische Ministerpräsident Stefan LDas Schwedische Parlament hat gestern mit der Nato das so genannte Host Nation Support Agreement (HNSA) abgeschlossen. Dieses Abkommen verpflichtet Schweden zur Unterstützung der Nato-Streitkräfte im eigenen Land und umfasst die zivile und militärische Unterstützung von Gaststreitkräften und gestattet der NATO demnächst Truppen in Schweden zu stationieren sowie Militär-Übungen durchzuführen. Mit dem Nato-Abkommen rückt Schweden nun näher an das Militärbündnis, was laut der Regierung vor allem ein Signal an Russland senden soll.

27.05.2016

Kabinettsumbildung der Mitte-Links-Koalitionsregierung

Um Skandale der Mitte-Links-Koalitionsregierung abzuwenden hat der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven das Kabinett umgebildet und drei neue Minister ernannt. Die Kabinettsumbildung erfolgte auf Grund einer Flut von Skandalen in der Koalition, einschließlich der Rücktritt von zwei Regierungsschwergewichtlern.

Ann Linde (S), die seit 2014 Staatssekretärin bei Innenminister Anders Ygeman ist, wird neue EU und Handelsministerin. Peter Eriksson (MP), derzeit EU-Parlamentarier, wird Wohnungsminister und Karolina Skog (MP), heute Bürgermeisterin von Malmö, wird Minister für Umweltpolitik. Die neue Sprecherin der Umweltpartei, Isabella Lövin, wird neue stellvertretende Ministerin mit besonderer Zuständigkeit für Klimafragen Minister und bleibt gleichzeitig Ministerin für internationale Entwicklungszusammenarbeit. Ibrahim Baylan wird als Energieminister bleiben, aber zukünftig auch für die Koordinierung der abteilungsübergreifenden politischen Fragen zuständig sein. Kristina Persson verlässt die Regierung.

25.05.2016

Zlatan Ibrahimovic zieht es zu Manchester United

Zlatan Ibrahimovic verabschiedete sich vorgestern aus Paris mit einem 4:2-Sieg im französischen Pokalfinale gegen Olympique Marseille. In dem Pokalfinale gegen Marseille bereitet er sich einen standesgemäßen Abgang. Nun zieht es ihn wohl nach England. Zlatan Ibrahimovic soll laut der schwedischen Sportzeitung Sportsbladet in der kommenden Saison bei Manchester United unter Vertrag stehen - aber nicht nur als Tormaschine, sondern auch als Co-Trainer von José Mourinho. Der schwedische Stürmer soll einen Ein-Jahres-Vertrag mit einer Option für eine weitere Saison bekommen. Laut Daily Mirror wird Ibrahimovic ein wöchentliches Gehalt von rund drei Millionen Kronen erhalten.

23.05.2016

Mastkletterer in Nacka verhaftet

Ein 52-jähriger Mastkletterer wurde auf halber Höhe eines Telekommunikationsmastes in Nacka bei Stockholm gesehen. Als die alarmierte Polizei eintraf, war der Mann nicht mehr auf dem Mast. Allerdings wurde in der Nähe ein Mann von einem Polizisten gesehen, der ihn befragen wollte. Darauf kam es zu einem Tumult und weitere Polizisten eilten herbei. Bei dem Handgemenge spuckte die Person auf die Polizisten. Ein Polizist wurde gebissen. Die verdächtige Person wurde wegen gewaltsamen Eindringen, gewaltsamen Widerstand gegen die Staatsgewalt und Angriff auf einen Beamten festgenommen und in Hand- und Fußfesseln abgeführt. "Er ist nicht kooperativ, so dass wir warten, bis er sich beruhigt. Aber es gibt keinen Zweifel daran, dass er es war, der auf den Mast kletterte", sagte ein Sprecher der Polizei von Stockholm. Nun wird der Telekommunikationsmast mit Hilfe eines Hubschraubers auf Beschädigungen untersucht.

20.05.2016

Funkturm bei Borås eingestürzt

Am Pfingstsonntag stürzte um 22.30 Uhr der 332 Meter hohe Gittermast Häglaredsmasten auf dem Trollberget bei Borås bis auf 100 Meter ein. Nach Angaben der Polizei war es mit absoluter Sicherheit ein Sabotageakt gewesen. Demnach lösten die Täter die Muttern an den Bolzen, die die Maststahlkabel mit einem Betonfundament verbinden. Man glaubt, dass die Tat von Fachleuten durchgeführt wurde. Alles war systematisch abgeschraubt und gefettet. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, hat aber noch keinen konkreten Verdacht über die Täter. Der Angriff gegen den Funkmast in Boras identifiziert eine ernsthafte Sicherheitslücke in der schwedischen Notfallvorsorge. Der Großmast überträgt Fernseh- und Radiosendungen, wird aber auch für verschlüsselte Verbindungen innerhalb der Polizei und Notfalldienste verwendet. Insgesamt sind 84.680 Haushalte mit rund 188.000 Einwohnern in der Region betroffen.

Nun hat der Betreiber 'Teracom' die 53 verbleibenden schwedischen Großmasten unter verschärfte Bewachung gestellt. Heute hat das staatliche Unternehmen 'Teracom' einen mobilen Ersatzsender in Betrieb genommen, der aber nicht die ursprüngliche Reichweite hat.

16.05.2016

Flüchtlingsboot auf der Ostsee gekentert

Gestern wurden vier Flüchtlinge im Öresund zwischen der Insel Saltholm und der künstlichen Insel Peberholmen gerettet, nachdem sie mit ihrem Boot gekentert waren. Die vier Männer unbekannter Herkunft wollten von Dänemark nach Schweden kommen, was ohne gültige Papiere auf legalem Weg seit Jahresbeginn nicht mehr möglich ist. Ein Bewohner der Insel Saltholm hatte das in Seenot befindliche Boot gesichtet und daraufhin die Seenotrettung verständigt. Drei Männer haben es geschafft, auf die Insel zu schwimmen, ein weiterer konnte per Helikopter aus dem acht Grad kalten Wasser gefischt werden. Der gerettete Mann liegt z. Zt. im Koma. In gebrochenem Englisch erklären sie, dass sie in Schweden Asyl beantragen wollten. Laut ihren Papieren stammen die Flüchtlinge aus einer Flüchtlingsunterkunft im Norden Seelands.

In der letzten Zeit wurde öfters darüber berichtet, dass sich immer mehr Flüchtlinge unter Lastwagen hängen, um so unbemerkt nach Schweden zu kommen.

10.05.2016

Lars Lagerbäck beendet Karriere

Lars Lagerbäck beendet nach den Europameisterschaften seine Karriere als Nationaltrainer von Island. Lagerbäck gab seine Entscheidung bekannt, nachdem er den Kader für diese Fußball-Europameisterschaft im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellte. Die schwedische Ikone hat die Insel zur ersten EM-Endrunde des Landes gebracht. Lagerbäck sagte: "Ich schließe nie irgendwelche Türen, aber ich denke, das ist mein letztes Team. Es sei denn, es gibt etwas, das sehr interessant für mich sein muss." Zu der Frage, ob er sich vorstellen könne, isländischer Präsident zu werden, antwortete er: "Der Präsidentenpalast ist sicherlich schön, aber die Isländer sollten nicht so ein Pech haben, mich als Präsident zu bekommen. Auch habe ich den falschen Pass."

09.05.2016

Neues U-Boot bekommt karsche Kritik

Vor zwei Jahren erhielt das Verteidigungsunternehmen Saab Kockums einen Auftrag für zwei neue U-Boote des Modells A26 vom schwedischen Staat. Das 63 m lange und 6,5 m breite U-Boot A26 soll Dank der modernen "Stealth-Technik" für den Gegner unsichtbar sein und 18 Tage lang unter Wasser bleiben können, ohne dass der Gegner den Angreifer bemerkt. Das spektakulärste Merkmal der neuen A26-Klasse ist eine Luke im Bug, von wo man durch eine Schleuse Taucher, Spezialtruppen und Tauchboote herauslassen kann, während das U-Boot auf dem Boden liegt. Es ist ein Weg, um das U-Boot flexibler zu machen und neue Waffen einzuführen. So könnten Taucher z.B. Unterwasserminen entschärfen oder Tiefseekabel verwanzen. Dies ist eine Funktion, die ausschließlich von Saab Kockums angeboten wird. 2022 sollen zwei Stealth-U-Boote an die schwedische Marine übergeben werden.

Aber jetzt kommt harte Kritik von einem schwedischen Sachverständigen, dass der Raum am Bug des U-Bootes auf diese Weise nicht verwendet werden kann, weil dann ein hohes Risiko besteht, dass Kies oder Schlamm sich zwischen die Außenluke setzen könnte. Kein U-Boot-Kommandant würde in so einem Fall eine Luke öffnen. Nach Meinung des Sachverständigen könnte der Raum im Bug besser für zwei weitere Torpedorohre genutzt werden. "Wir haben Design-Tests gemacht und bewerten das Risiko als gering, dass die Tür nicht wieder geschlossen werden kann", so ein Sprecher von Saab Kockum.

05.05.2016

Die Schweden wollen ein Bettelverbot

Laut einer Sifo-Umfrage von 1360 Menschen will die Hälfte der Schweden ein Bettelverbot einführen. Aber es gibt große Unterschiede je nach Parteizugehörigkeit. "Ich denke, dass die Zahlen eine Frustration über die Situation widerspiegeln" sagte die zuständige Ministerin Åsa Regner (S). Nur 27 Prozent der Befragten sind gegen ein Verbot, der Rest hat keine Meinung. Der Unterschiede in der Beantwortung zwischen Stadt und Land ist nur gering. Männer sind etwas stärker für ein Verbot als Frauen. Die größten Unterschiede in der Umfrage ergeben sich unter Berücksichtigung der Parteisympathien. Die geringste Unterstützung (7-8 Prozent) für die Einführung eines Bettelverbotes sind unter Sympathisanten von den Linken und Grünen. Am anderen Ende des Spektrums sind die Wähler der rechtspopulistischen Partei Schwedendemokraten (SD): 94 Prozent von ihnen wollen ein Verbot. Die zweitgrößten Befürworter sind die Anhänger der Gemäßigten Parteien, hier wollen 70 Prozent ein Verbot sehen.

03.05.2016

Durch verändertes Klima kommen Zugvögel früher zurück

Laut der Vogelbeobachtungsstation in Ottenby lässt der Klimawandel die Zugvögel in Schweden jetzt im Durchschnitt vier Tage früher zurückkommen als in den späten siebziger Jahren.

Hier die fünf Arten die ihr Rückflugverhalten im Frühjahr am stärksten geändert haben (Durchschnitt der Jahre 1979-2015):

  • Zilpzalp: 11,1 Tage

  • Mönchsgrasmücke: 10,5 Tage

  • Goldammer: 8,9 Tage

  • Rotkelchen: 8,8 Tage

  • Rotdrossel: 8,5 Tage

Die Vogelwarte liegt südlich des Dorfes Ottenby, an der Südspitze der Insel Öland. Besonders bekannt ist die Stelle als Rastplatz vieler Zugvögel. Neben der bekannten Vogelwarte gibt es ein Vogelmuseum. Seit der Gründung der Vogelwarte im Jahr 1946 wurden hier mehr als eine Million Vögel beringt. Ottenby hat die längste ununterbrochene Fangreihe der Welt.

01.05.2016

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