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Nachrichten aus Schweden - März 2016

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

 

Schweden erwartet 2016 wirtschaftlichen Aufschwung

Nach Meinung von Experten wird Schwedens Wirtschaft noch in diesem Jahr einen Boom erleben. Allerdings könnten instabile Märkte im Rest der Welt immer noch als Bremse in den nordischen Ländern wirken, sagte das Nationale Institut für Wirtschaftsforschung (NIER). Die Agentur schätzt, dass Schwedens BIP - einer der wichtigsten Indikatoren für die Gesundheit der Wirtschaft eines Landes - im Jahr 2016 um 3,5 Prozent wachsen wird. Im letzten Jahr betrug der BIP-Schub in dem nordischen Land 4,5 Prozent. Voraussichtlich wird die Inflation unter dem Zielwert von zwei Prozent bleiben, was darauf hindeutet, dass die schwedische Zentralbank die Zinsen auf rekordniedrigem Niveau halten dürfte. Zu Beginn dieses Jahres senkte die Riksbank ihren Leitzins um 15 Basispunkte auf ein Allzeittief von -0,5 Prozent.

24.03.2016

Starkes Erdbeben in Nordschweden

Gestern ereignete sich in Nordschweden ein starkes Erdbeben. Das Epizentrum leg etwa 45 Kilometer vor der Küste des Bottnischen Meerbusen, zwischen Piteå und Skellefteå. Das Erdbeben hatte eine Stärke von 3,9 auf der nach oben offenen Richterskala. Das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) hat sogar eine Stärke von 4,2 gemessen. Das Beben dauerte etwa 30 Sekunden. Der Bottnische Meerbusen hat zwar eine relativ hohe seismische Aktivität, aber ein Beben dieser Größe hat es in den letzten 100 Jahren dort nicht gegeben. Die meisten Erdbeben in Nordchweden bleiben unbemerkt. Nach Berichten von nordschwedischen regionalen Zeitungen gab es keine Verletzten und nur einige kleine Sachschäden. Nach Angaben von Seismologen fand das stärkste Beben in Schweden im Jahr 1904 statt. Mit einer Stärke von 5,5 auf der Skala erschütterte es die Gegend westlich der Koster-Inseln.

20.03.2016

Russische Agenten auf schwedischem Boden

Die schwedische Sicherheitspolizei Säpo warnt vor psychologischer Kriegsführung durch Russland. Das stand in ihrem Jahresabschluss, der heute veröffentlicht wurde. Jedes Jahr im März berichtet Säpo von wichtigen Ereignissen des vergangenen Jahres. Im März 2014 zeigte der Sicherheitsdienst, dass Russland mit Kriegsvorbereitungen gegen Schweden tätig ist. Dazu gehörten der Kauf von großen Mengen an Landkarten. Im vergangenen Jahr stellte der Sicherheitsdienst fest, dass die größte Spionagebedrohung gegen Schweden aus Russland kommt. In dem neuen Jahrbuch 2015 gibt es einen speziellen Abschnitt mit der Überschrift "Russischer Einfluss auf die öffentliche Meinung und den demokratischen Entscheidungsprozess", wird beschrieben, wie Russland mit traditioneller Spionage psychologische Kriegsführung betreibt.

Laut dem Bericht des schwedischen Nachrichtendienstes hat Russland die Absicht, die politische Entscheidungsfindung und die öffentliche Meinung zu beeinflussen - nicht nur in Schweden. Solche Effekte können durch die Unterstützung von extremen Bewegungen, Informationsoperationen und Desinformationskampagnen erreicht werden. Säpo hat nun festgestellt, dass Russland versucht, die öffentliche Meinung in Schweden zu beeinflussen und damit Zwietracht und Spaltung zu säen und das Vertrauen der Öffentlichkeit in gewählte Beamten zu beschädigen. Diese psychologische Kriegsführung nimmt Einfluss auf politische Entscheidungen in Schweden.

Neben den russischen Nachrichten- und Sicherheitsdiensten wirken auch russische Medien. Russische Medien und Nachrichtenagenturen mit großen Ressourcen sind zunehmend Werkzeuge für die russische Regierung. Säpo gibt einen Hinweis auf die Medienunternehmen RT (Russia Today) und Sputnik - beide gehören zu einem Konzern, der von Präsident Wladimir Putin geschaffen wurde und vom Kreml gesteuert wird.

Ein weiteres Beispiel, dass Säpo ausdrücklich erwähnt, ist ein gefälschter Brief von Verteidigungsminister Peter Hultqvist mit seiner Unterschrift. In dem Brief gratulierte Hultqvist der Firma BAE Bofors zu einem Auftrag über die Lieferung von Kanonen an die kriegsführende Ukraine. Die Fälschung konnte nach St. Petersburg zurückverfolgt werden.

Russland hat derzeit 37 akkreditierte Diplomaten in Schweden. Laut dem Jahresbericht der Sicherheitspolizei sollen rund ein Dutzend der russischen Diplomaten in Wirklichkeit Geheimdienstler sein. In der Regel arbeiten sie für den militärischen Geheimdienstes GRU oder ihr ziviles Äquivalent SVR. Ein Agent musste letztes Jahr das Land verlassen.

17.03.2016

Sinkendes Schulniveau durch Zuwanderung

Laut einer Pisa-Studie sinkt in Schweden seit 2006 das schulische Niveau immer weiter ab. Jetzt haben die Behörden auch eine Ursache dafür gefunden. Demnach trägt die Schuld dafür die wachsende Zuwanderung von Migranten. Der Niveauabfall von bis zu 85 Prozent sei damit zu erklären, dass der Anteil ankommender Schüler über dem Einschulungsalter steigt. Im Zeitraum von 2006 bis 2012 stieg das Durchschnittsalter der ankommenden Minderjährigen von sieben auf neun Jahre. Somit haben immer mehr Schüler wesentlich weniger Zeit zum Aufholen. Zudem stammen die Kinder, die nach dem Einschulungsalter nach Schweden kommen überwiegend aus Ländern mit schwachen Schulsystemen. Wir brauchen neue Lehrer sowie Dolmetscher, erklärte die Bildungsbehörde.

In allen Ländern, die in der Pisa-Studie einbezogen wurden, erzielten die Schüler mit Migrationshintergrund eine geringere Leistungen als jene ohne Migrationshintergrund.

15.03.2016

Cristina Stenbeck verlässt Kinnevik als CEO

Nach einigen Jahren als CEO von Kinnevik gibt Cristina Stenbeck jetzt den Posten ab und neuer Vorstandsvorsitzender wird Tom Boardman, berichtet die schwedische Zeitung Svenska Dagbladet. "Es ist schon eine bemerkenswerte Reise aus intensiver Arbeit und viel Erfolg. Kinnevik ist jetzt stärker als je zuvor, mit einem fantastischen Angebot an Mobiltelefonie sowie digitalen Diensten und hat die stärkste Bilanz in der Geschichte des Unternehmens", schreibt Stenbeck in einer Pressemitteilung. Von nun an hält sie die Kontrolle über das Unternehmen als Mitglied im Nominierungsausschuss.
Investment AB Kinnevik ist eine schwedische Beteiligunggesellschaft mit einem verwalteten Vermögen von rund sieben Milliarden US-Dollar. Das in Stockholm ansässige Unternehmen ist unter anderem Großinvestor bei Rocket Internet, zu dem auch der Online-Händler Zalando gehört.

11.03.2016

Radio Schweden wird abgeschafft

Heute berichtete Radio Schweden zum letzten Mal in deutscher Sprache. Der deutschsprachige Auslandsdienst des Schwedischen Rundfunks besteht bereits seit 1938. Laut Redaktionsleiter wird die deutsche Redaktion des Schwedischen Rundfunks vor dem Hintergrund abgewickelt, weil die Minderheitensprachen heute viel wichtiger sind. Der Schwedische Rundfunk will sich in Zukunft stärker auf die Minderheitensprachen ausrichten. Damit sind allerdings nicht die offiziellen Minderheitensprachen wie Samiska, Finska, Tornedalsfinska (Meänkieli), Jiddisch und Romani Chib gemeint, sondern die Sprachen, die durch die anhaltende Einwanderungswelle zunehmend in Schweden gesprochen werden. Aus diesem Grund bleiben die arabische, kurdische, persische, somalische und englische Redaktion erhalten. Demnächst werden diese allerdings ein Teil der Nachrichtenredaktion "Ekot" werden.

Radio Schweden

Vielen Dank an die Mitarbeiter bei Radio Schweden. Ihr habt großartige Arbeit geleistet und uns Deutschen immer eine sehr gute Berichterstattung über Schweden geliefert.

Foto: Copyright Radio Schweden 04.03.2016

Kronprinzessin Victoria bringt zweites Kind zur Welt

Gestern Abend hat Kronprinzessin Victoria ihr zweites Kind entbunden. Prinz Daniel verkündete bei einer Pressekonferenz: "Heute Abend um 20.28 Uhr wurde ein 3655 Gramm schwerer und 52 cm großer Junge geboren."

Prinz Die ganze Familie fuhr im Laufe des Vormittags zurück in ihr Heim auf Schloss Haga. Das Baby ist nach 70 Jahren der erste Prinz, der auf Schloss Haga wohnen wird. Sein Großvater, König Carl XVI Gustaf wurde 1946 geboren und lebte auf Schloss Haga zusammen mit seinen vier Schwestern und seinen Eltern, Prinz Gustaf Adolf und Prinzessin Sibylla. Aber als sein Vater 1947 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, zog die Familie von Schloss Haga zum Königspalast.

Am heutigen Vormittag rief König Carl Gustaf die Regierung zu einem so genannten Conseil ein, bei dem wie in früheren Zeiten die Geburt des Kindes bestätigt wurde. Gleichzeitig verkündete der König den Namen des neuen Mitgliedes des Königshauses, der in der Thronfolge nach seiner großen Schwester Estelle Platz Drei einnimmt. Der kleine Prinz heißt Oskar Carl Olof und trägt den Titel Herzog von Skåne. Alle drei Namen sind in der schwedischen Königsfamilie sehr geläufig.

Um Punkt 12:00 Uhr wurden an fünf Orten in Schweden (Skeppsholmens salutstation in Stockholm, Salutstationerna in Boden, Härnösand, Karlskrona und Göteborg) traditionsgemäß 21 Schuss Salut abgegeben. Dann folgt das Te Deum, ein Dankgottesdienst in der Königlichen Kapelle im Königlichen Palast anlässlich der Geburt des Prinzen. Eingeladen sind die unmittelbare Familie, Vertreter des Parlaments und der Regierung und andere Offizielle aus Schweden.

Für ein paar Stunden am Nachmittag, kann die Öffentlichkeit ihre Glückwünsche an Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel in schriftlicher Form auszudrücken. Gratulierlisten werden im Königlichen Palast ausgelegt.

Foto: Copyright Kungahuset.se  03.03.2016

Alte Banknoten sollten abgegeben werden

Insgesamt gibt es rund 74 Millionen schwedische Banknoten im Wert von 4,3 Milliarden Kronen, die am 30. Juni 2016 ungültig werden. In einer Linie aneinandergereiht ergibt sich eine Strecke bis zum Mond. Für diejenigen, die sie loszuwerden wollen, ist der einfachste Weg mit ihnen zu bezahlen oder sie auf ein Bankkonto einzuzahlen. Letzteres kann bis zum 31. August dieses Jahres erfolgen. In diesem Herbst werden auch die neuen 100- und 500-Kronen-Banknoten und neue Ein-, Zwei- und Fünf-Kronen-Münzen eingeführt. Die älteren Versionen werden nach dem 30. Juni nächsten Jahres ungültig. Wer zu viele Münzen angesammelt hat, tut gut daran, jetzt mit dem Ausgeben zu beginnen. Denn wenn jeder bis zum Sommer 2017 wartet wird es schwierig sein, für Geschäfte und Banken die Münzen zu akzeptieren, schrieb der Leiter der Reichsbank in einer schriftlichen Erklärung.

02.03.2016

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