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Nachrichten aus Schweden - Dezember 2014

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

 

Rekordlohnsteigerungen in Schweden

Die schwedische Inflationsrate liegt fast bei Null. Das bedeutet, dass die Schweden im Jahr 2014 eine Rekordsumme von Gehaltssteigerungen hatten. Im Durchschnitt hatte jeder Schwede 918 Kronen mehr im Portemonnaie. Aber durch die hohen Reallohnsteigerungen könnten viele ihren Arbeitsplatz verlieren, denn der Gewinnanteil der Unternehmen ist rückläufig. Es sei denn, die Unternehmen schaffen es, ihre Preise zu erhöhen, ansonsten müssen sie ihre Kosten senken und das bedeutet, es kann sich negativ auf die Beschäftigung auswirken.

 30.12.2014

Neuwahlen in Schweden abgesagt

Die vorgezogene Neuwahlen in Schweden sind erst einmal abgewendet. Die rote-grüne Regierungskoalisation und die vier oppositionellen Parteien des Mitte-Rechts-Spektrums haben sich ohne die rechtspopulistischen Schwedendemokraten und die Linkspartei nach konstruktiven Verhandlungen auf gemeinsame Regeln zur parlamentarischen Stärkung von Minderheitsregierungen geeinigt. Der Kandidat mit den meisten Stimmen im Parlament wird künftig Ministerpräsident und sein vorgelegter Haushaltsplan darf nicht mehr gekippt werden. Dies soll geschehen, indem sich die anderen Parteien bei der Haushaltsabstimmung der Stimme enthalten. Das Abkommen ermöglicht es der Minderheitsregierung nun zu regieren und die vorgezogenen Neuwahlen im März 2015 sind damit überflüssig geworden.

 27.12.2014

Prinzessin Madeleine will New York verlassen

Prinzessin Madeleine und ihr Ehemann Chris O'Neil planen, die USA bald zu verlassen und in naher Zukunft nach Europa zurückzukommen. Das Paar lebt zur Zeit mit ihrer Tochter Leonore in Manhattan. Der königliche Hof teilte kurz vor Weihnachten mit, dass das Paar nächsten Sommer ihr zweites Kind erwartet. Es wird die Nummer Sechs in der schwedischen Thronfolge sein. Medienberichte des schwedischen Magazins "Svensk Damtidning", wonach Madeleine und Christopher nach London ziehen wollen, bestätigte die Sprecherin des Hofes allerdings nicht. Nun bleibt abzuwarten, wann und wohin das Paar umziehen wird.

 25.12.2014

Im Öresundtunnel werden Blitzer installiert

Öresundterminal

Die Höchstgeschwindigkeit im Tunnel beträgt 90 Kilometer pro Stunde, doch laufend werden Raser mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern erfasst. Aus diesem Grund will die dänische Polizei im nächsten Jahr Geschwindigkeitskameras auf dem vier Kilometer langen Tunnel installieren. Raser müssen dann mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen schreibt die Betreibergesellschaft Öresundsbrobolaget in ihrem Newletter "Fokus Öresund".

 19.12.2014

Spyker in Konkurs

Der letzte Saab-Eigentümer Spyker Cars geht in Konkurs. Das niederländische Unternehmen ist seit Anfang Dezember im Umbau und habe vergeblich versucht, einen Kredit zu bekommen, um die laufenden Kosten zu decken. Der Gründer und CEO Victor Muller will trotz der Insolvenz sein Automobilunternehmen nicht aufgeben. "Ich werde mich unermüdlich darum bemühen, Spyker so bald wie möglich wieder zu beleben", sagte er in einer Pressemitteilung. Saab Automobile gehörte Spyker, als Saab im Jahr 2011 in Konkurs ging. Der größte Teil des Unternehmens wurde damals von Nevs (National Electric Vehicle Sweden) gekauft, die mittlerweile selbst in Konkurs gegangen sind. Spyker hat im Oktober einen Rechtsstreit in den USA verloren und muss dem ehemaligen Saab-Besitzer General Motors (GM) 20 Milliarden SEK zahlen.

 18.12.2014

Neue Fischfangquoten beschlossen

Die EU hat für die Nord- und Ostsee neue Fischfangquoten festgelegt und auf die Anrainerstaaten der Ostsee aufgeteilt. In Schweden wird der jeweilige Anteil für die einzelnen Fischer durch eine Fanglizenz geregelt. Für Schweden bedeutet das, dass 15 Prozent weniger Seelachs, Makrelen und Hering in den Netzen landen darf als bisher. Dafür dürfen die schwedischen Fischer nächstes Jahr 15 Prozent mehr Scholle und Dorsch aus der Nordsee ziehen. Für die westliche Ostsee wurde die Dorschquote um 7 Prozent gesenkt, die Heringsquote dagegen um 12 Prozent erhöht. Während die schwedischen Fischer mit der neuen Regelung zufrieden sind, bezeichnet die Umweltorganisation Greenpeace die neuen Quoten hingegen als unannehmbar, da sie kein Ende der Überfischung erzielten. 

 17.12.2014

Anders Borg bekommt Top-Job

Der ehemalige Finanzminister Anders Borg geht direkt von der Politik in die Wirtschaft und bekommt einen Top-Job als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender in der Kinnevik-Gruppe. Die Risikokapital-Beteiligungsgesellschaft Investment AB Kinnevik hat ihren Sitz in Stockholm und gehört zu den zwanzig größten Unternehmen Schwedens.

Borg gab nach seinem Rücktritt als Finanzminister im September 2014 bekannt, dass er sich aus der Politik zurückziehen wird und in die Wirtschaft wechseln wolle. Er sei aber so eingestellt, dass er mit der neuen Regierung in Verbindung bleiben will. Borg freut sich auf die Zusammenarbeit mit der Regierung und der Industrie.

Borgs Fokus bei Kinnevik liegt bei der Arbeit im internationalen Teil des Unternehmens, vor allem in Afrika, Lateinamerika und Asien. Er freut sich auf die enge Zusammenarbeit mit der Mehrheitseigentümerin und Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Christina Stenbeck, die er tatkräftig und fachkundig nennt.

Der ehemalige Ministerpräsident Göran Persson (S) glaubt, dass Borg eine Wartezeit einhalten solle, denn es kann als problematisch angesehen werden, wenn ein Finanzminister direkt in die Leitung einer börsennotierten Gesellschaft wechselt. Allerdings gibt es in Schweden keine Wartezeit, um von der Politik in die Wirtschaft zu wechseln und er weist darauf hin, dass der Schwerpunkt seiner Arbeit nicht in Schweden liegt, sondern hauptsächlich international ausgerichtet ist, bei dem das Potenzial für Interessenkonflikte geringer ist.

 10.12.2014

Bergbauunternehmen Northland meldet Konkurs an

Heute kam die Nachricht, dass die Grube Northland Resources Insolvenz angemeldet hat. Die drei Eisenerz-Riesen Rio Tinto, BHP Billiton und Vale kämpfen seit längerem um Marktanteile und überschwemmen den Markt mit Eisenerz. Der Preis halbierte sich in den letzten 12 Monaten auf aktuell 74 Dollar pro Tonne und liegt weit unter der Schmerzgrenze für viele Bergbauunternehmen. In den letzten Wochen versuchte das Bergbauunternehmen Northland wirklich alles, um zu überleben. Aber die Investoren sahen es als sinnlos an, in die hochverschuldete Grube weiter zu investieren. Letzten Freitag wurde der Aktienhandel an der Osloer Börse um 09.56 Uhr bei einem Kurs von 0,66 SEK pro Aktie eingestellt. Von der Stilllegung sind 300 Angestellte betroffen.

Am 18. Oktober 2012 startete in Kaunisvaara bei Pajala (Norrbotten) der Abbau von Eisenerz im Tagebau. Seit Februar 2013 liefert Northland Ressources Eisenerzkonzentrat mit einen Eisengehalt von bis zu 69 Prozent, was im internationalen Vergleich außergewöhnlich hoch ist.

 08.12.2014

Neuwahlen in Schweden

Im Zuge der Ankündigung der ersten schwedischen Neuwahlen seit 1958 wurden mehr als tausend Menschen gefragt, ob Sie eine Neuwahl für die richtige Entscheidung halten. 69 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass es richtig ist, 29 Prozent waren dagegen und zwei Prozent waren unentschlossen. Außerdem ergab die Umfrage, dass der aktuelle Premierminister Stefan Löfven die Lage hat kollaborieren lassen und die größte Verantwortung für die aktuelle Krise hat. 48 Prozent der Menschen meinten, dass Stefan Löfven die Hauptschuld am Scheitern der Regierung trägt, während 47 Prozent der Meinung sind, dass Jimmie Åkesson von den Schwedendemokraten der Hauptgrund für das politische Chaos in Schweden ist.

Wer wird der große Gewinner der Neuwahlen? Das kann man natürlich erst nach den Wahlen sagen, aber man bekommt das Gefühl, dass es die Partei sein wird, mit denen die anderen sieben Parteien nicht regieren wollen. In einer Internetumfrage der Zeitung Dagens Nyheter würden viele Wähler eine große Koalisation, die sich aus bürgerlichen und linken Parteien zusammengesetzt, begrüßen.

 05.12.2014

Schwedens Regierungskoalition gescheitert

Die rot-grüne Minderheitsregierung in Schweden ist nach nur zwei Monaten im Amt in eine schweren Krise gestürzt. Ministerpräsident Stefan Löfven drängte auf eine Erhöhung der Ausgaben für Wohlfahrt und Beschäftigung. Das Finanzpaket wird vom Junior-Partner, den Grünen, unterstützt. Doch die rechtspopulistischen Schwedendemokraten haben den Staatshaushalt heute im Parlament blockiert. Es ist das erste Mal, dass in Schweden der gesamte Haushalt einer Regierung abgelehnt wurde. Das Regierungsbündnis aus Sozialdemokraten und Grünen erreichte bei den Parlamentswahlen im September nur 38 Prozent der Stimmen. Die Schwedendemokraten, mit denen keine andere Partei regieren will, gingen bei den Parlamentswahlen mit 12,9 Prozent der Stimmen als große Sieger hervor.

Nach der Abstimmung über den Staatshaushalt kündigte der 57-jährige Regierungschef an, dass es eine Neuwahl geben wird. Sie findet am 22. März nächsten Jahres statt, nur sechs Monate nach den letzten Parlamentswahlen.

 03.12.2014

TeliaSonera und Telenor fusionieren in Dänemark

Das schwedisch-finnische Telekommunikationsunternehmen TeliaSonera und der norwegischen Rivale Telenor gaben heute ihre geplante Fusion in Dänemark bekannt. Die Fusion ist ein logischer Schritt wegen der intensiven Konkurrenzsituation in Dänemark. Die nordischen Länder haben weltweit den weitest entwickelten Telekommunikationsmarkt und Dänemark hat in der vergangenen Woche Südkorea als das weltweit best vernetzte Land überholt. Die neue Gesellschaft soll zu je 50 Prozent TeliaSonera und Telenor gehören. Insgesamt hat das neue Unternehmen nach der Zusammenlegung rund 3,5 Millionen Mobiltelefonkunden. Das ist ein Marktanteil von rund 39 Prozent in Dänemark. TeliaSonera sagte: "der Deal schaffe erhebliche Synergiepotenziale". Die Transaktion erfordert noch die Genehmigung durch die Europäische Kommission und wird für 2015 erwartet.

03.12.2014

Lastwagenkartell verhindert neue Umwelttechnik

Sechs europäische Lkw-Riesen wie Volvo und Scania waren 14 Jahre lang an einem Kartell beteiligt, das gegen die Umwelttechnik tätig war. Die Hersteller werden bereits wegen des Verdachts auf Preisabsprachen von der EU-Kommission untersucht. Nach durchgesickerten Dokumenten, die die Financial Times erhalten hat, sollen außer Scania und Volvo auch DAF, Daimler, IVECO und MAN an dem Kartell zwischen 1997 und 2011 beteiligt gewesen sein. Unter anderem haben sich alle Mitglieder des Kartells im Jahr 2000 darauf geeinigt, dass der Zeitpunkt und der Preis der Einführung von emissionsmindernden Technologien der EU-Emissionsvorschriften zu verzögern. Die EU bemüht sich die Emissionen von Stickstoff und anderen Schadstoffen sukzessiv zu reduzieren. Jedes Mal, wenn die Vorschriften neue Umwelttechnologien verlangten, hätten die LKW-Hersteller den Preis ihrer Fahrzeuge erhöht und damit anscheinend viele Unternehmen geschädigt, die auf die Lastwagen angewiesen sind. Der Verdacht des Kartells entstand, als es den Produzenten gelang, die Einführung neuer Größen- und Gewichtsvorschriften für schwere Lkw zu verzögern. Den Lkw-Herstellern sind im November formell die Beschwerdepunkte zugestellt worden. Den Unternehmen drohen hohe Geldbußen wegen des Kartellverdachts, allein Volvo riskiert eine Geldstrafe von rund 3,7 Milliarden Kronen wegen Preisabsprachen.

 01.12.2014

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