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Nachrichten aus Schweden - November 2014

Aktuelle Nachrichten

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Schwedens BIP stieg um 2,1 Prozent

Schwedens Bruttoinlandprodukt (BIP) erhöhte sich um 2,1 Prozent im dritten Quartal gegenüber dem gleichen Quartal 2013. Im Vergleich zum zweiten Quartal dieses Jahres ist laut Statistiska centralbyrån (SCB) das Bruttoinlandprodukt um 0,3 Prozent gewachsen. Der private und öffentliche Konsum stieg um 2,4 Prozent im dritten Quartal gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres. Das spiegelt die Tatsache wider, dass Schweden eine sehr starke Binnennachfrage hat. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Oktober um 4,5 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Das ist eine stärkere Zunahme als die Analysten erwartet hatten. Schweden hat z. Zt. einen schwachen Export und nur mittelmäßige Investitionen im Bausektor. Doch der starke Konsum ist der treibende Motor der Wirtschaft.

 30.11.2014

Ratteninvasion in Stockholm

Stockholm ist die Hauptstadt der Ratten - niemals gab es in der Stadt so viele Ratten und die Nager werden immer mehr und mehr. Sie kommen durch die Kanalisation und leben in den Wohnungen. Im Jahr 2013 gab es über 11.000 Meldungen über Probleme mit Ratten in Stockholms län. Das sind mehr als doppelt so viele wie 2005. Die Probleme sind in ganz Stockholm gleich. Am sichtbarsten ist das Problem in Södermalm und der Altstadt Gamla stan. Das liegt daran, dass die Abfallentsorgung hier nicht so einfach ist, wie in anderen Stadtteilen. In den letzten Wochen berichteten mehrere größere Städte von der Problematik mit Ratten. Die Zeitung Gefle Dagblad berichtete, dass Tausende Ratten mit Hilfe mechanischen Fallen getötet wurden. Wenn die Ratten sich der Falle nähern, werden sie von 13 messerscharfen Stacheln harpuniert. Die gleichen Fallen werden auch in Stockholm eingesetzt. Darüber hinaus werden die Ratten sowohl mit Rattengift als auch mit traditionellen Fallen bekämpft.

 27.11.2014

U-Boot versenkte Gotland Fähre

Heute vor 70 Jahren versenkte ein sowjetisches U-Boot die Gotland-Fähre Hansa. 84 Menschen ertranken, nur zwei überlebten. Es ist die größte Schiffskatastrophe der Neuzeit - vor Estonia. Ob es ein Versehen oder eine Warnung an Schweden war, keine baltischen Flüchtlingen und deutschen Soldaten zu transportieren - bis heute sind viele Fragezeichen geblieben.
Am 23. November 1944 um 23.45 Uhr legte das Dampfschiff Hansa von Nynäshamn ab. Es ist bewölkt und kühl, nur vier Grad über dem Gefrierpunkt und der Wind fegte mit elf Meter pro Sekunde. An Bord befanden sich 63 Passagiere und 23 Besatzungsmitglieder, die am nächsten Morgen um 7:30 Uhr Visby erreichen wollten. Aber das sowjetische U-Boot L-21 kommt ihnen in die Quere. Vor der Küste Gotlands feuert das U-Boot drei Torpedos gegen die Hansa. Ein Torpedo traf den Bug unter der Wasserlinie und riss das Schiff auf. Die Fähre sank mit dem Heck in der Luft auf den Grund.
Es war ein direkter Angriff auf Schweden, zudem noch auf unschuldige Passagiere. Das sowjetischen U-Boot torpedierte die Fähre, obwohl sie eindeutig ihre Neutralität mit einer großen blaugelben Flagge signalisierte.
Viele hundert Schweden, vor allem Segler, wurden im Zweiten Weltkrieg Opfer von direkten Angriffen und feindlichen Minen. Auch wurden einige unbewaffnete schwedische Flugzeuge mit Zivilisten an Bord abgeschossen.

 23.11.2014

Gotlandsbåten verschiebt Start erneut

Gotlandsbåten - eine neue Fährverbindung zwischen Västervik und Visby - hat den Start, der für Juni 2015 geplant war, erneut verschoben. Anfänglich sollte der Fährbetrieb schon diesen Sommer in Betrieb gehen. Doch die Überführung des vorgesehenen Fährschiffs „MS Västervik“ von Griechenland nach Schweden sei zu teuer. Das Unternehmen Gotlandsbåten will nun all seine Energie dahin setzten, um ein anderes Schiff zu finden.

 19.11.2014

Carl Bildt hat neuen Auftrag

Der frühere Außenminister, Carl Bildt, hat einen neuen Auftrag als Vorstandsmitglied einer Stiftung. Der führende Politiker der Moderaten war acht Jahre lang Schwedens Außenminister. Da die Allianz ihre Macht verloren hat, gab es viele Spekulationen darüber, was der 65jährige Bildt als nächstes tun werde. Nun ist es klar, dass er im Vorstand der Crisis Group sitzen wird. Es ist eine nicht-politische Stiftung, die versucht, gewaltsame Konflikte in der Welt zu verhindern. Der neue Topp-Job wurde gestern von der Crisis Group über den Mikro-Blog Twitter angekündigt: "Wir freuen uns, den ehemaligen schwedischen Außenminister in unserem Vorstand begrüßen zu dürfen". Bildt schickte die Meldung an seine 347.000 Follower.

 11.11.2014

Kristine Bernadotte verstorben

Die königliche Familie trauert, nachdem eine entfernte Verwandte von König Carl Gustaf verstarb. Kristine Bernadotte starb im Alter von 82 Jahren in ihrem Haus in Spanien am Dienstag dieser Woche. Kristine Bernadotte war die Witwe von Prinz Carl Bernadotte, Sohn von Prinz Carl Gustaf V jüngerem Bruder. Laut NTB soll Kristine Bernadotte in der Königlichen Kapelle in Stockholm beigesetzt werden.

 09.11.2014

Björn Ulvaeus bereitet seinen Tod vor

Wenn man seinen eigenen Nachruf schreiben könnte, was wäre das Fazit in Deinem Leben? In der neuen Anthologie "Innan jag glömmer bort mig själv" (Bevor ich mich selbst vergesse) machen rund 60 berühmte Schweden genau dies. Unter anderem haben Bjorn Ulvaeus, Annika Lantz, Babben Larsson, Ernst Billgren, Peter Englund und Per Moberg sich herausgefordert ihre Leben auf einigen Zeilen zusammenzufassen. "Es war eine Herausforderung, sich selbst von seinem eigenen Leben zu distanzieren", sagte Babben Larsson in einer Pressemitteilung. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit mit der Alzheimer-Stiftung, mit dem Titel des Buches als Verweis auf die Krankheit, die das Gedächnis betrifft. Der gesamte Verkaufserlös geht an die Arbeit zur Erforschung der Alzheimer-Krankheit.

 07.11.2014

IT-Firmen folgen Facebook in den eisigen Norden

Eine ganze Reihe von großen IT-Firmen wollen ihre Rechenzentren genau wie Facebook in den hohen Norden von Schweden verlegen. Als Facebook in der kühlen Stadt, 725 Kilometer nördlich von Stockholm, sein erstes Rechenzentrum außerhalb der Vereinigten Staaten baute, wurde es buchstäblich von allen umworben. Die Kombination von kühlen Temperaturen, heißem Geschäftsklima und einer reichlichen Versorgung von lokal produzierten Ökostrom ließ die Silicon Valley Firma und jetzt mehrere andere in den hohen Norden von Schweden umziehen. Die Elektrizitätsversorgung ist entscheidend für die IT-Unternehmen, deren Gesamtrechenzentrumskapazitäten etwa 2 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs benötigen.

 02.11.2014

Staatliche Gelder gingen in die Kernkraftwerbung

Das schwedische Landesamt für Strahlenschutz (Strålsäkerhetsmyndigheten) hat seit 2008 insgesamt 34 Millionen Kronen an die Atomindustrie-Organisation "Svenskt kärnkraftcentrum Center" (SKC) ausbezahlt. Das Geld war für die Forschung bestimmt, aber SKC hat stattdessen acht Millionen Kronen für Werbung und Lobbyarbeit für neue Kernkraftwerke ausgegeben, berichtet die Umweltorganisation Greenpeace. Das Landesamt für Strahlenschutz muss unabhängig sein und darf nicht eine Position für oder gegen Atomkraft einnehmen. Trotz der Tatsache, dass man bereits im Jahr 2011 von der Lobbyarbeit wusste, dauerte es noch zwei Jahre, bis die Behörde im vergangenen Jahr die finanzielle Unterstützung einstellte.

 01.11.2014

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