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Nachrichten aus Schweden - April 2014

Aktuelle Nachrichten

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Neuer Hackfleisch-Skandal bei ICA

Drei ICA Einzelhändler wurden beim Verkauf von abgelaufenem Hackfleisch erwischt. Zwei von ihnen wurden nach dem Besuch von Lebensmittelkontrolleuren angeklagt und warten auf ihren Prozess. Die meisten, einschließlich der Leitung von ICA, stellen sich die Frage: Wie konnte das schon wieder passieren? Von den rund 1.300 ICA-Filialen stellen 450 Läden eigenes Hackfleisch her. Es ist schon 6-7 Jahre her, als mehrere ICA Einzelhändler in der Region von Stockholm mit altem Hackfleisch betrogen. Der Skandal traf ICA damals hart.

Seit 2006 ist auch in Schweden die allgemeine Lebensmittelverordnung der EU in Kraft. Diese Verordnung regelt die Mindesthygieneanforderungen aller Lebensmittelunternehmen und besagt, dass die Verantwortlichen und deren Mitarbeiter angemessen geschult werden. Hackfleisch ist wegen seiner lockeren Oberflächenstruktur ein idealer Nährboden für Krankheitserreger wie z. B. Salmonellen.

 29.04.2014

Allergiker werden von extrem vielen Pollen geplagt

In diesem Jahr erleben die Schweden den frühesten Frühling seit 50 Jahren. Die Birken schlagen ca. einen Monat früher aus als normal und Huflattich sowie Leberblümchen blühen bereits. Damit verbunden ist die Pollenbelastung für Allergiker sehr hoch. Es gab in den letzten 20 Jahren nicht so viele Birkenpollen wie dieses Jahr. Es sind über 9000 Pollen pro Kubikmeter Luft gemessen worden, das sind schon Extremwerte für Allergiker. Zur diesjährigen Pollenentwicklung haben das kalte Frühjahr und der heiße Frühsommer des letzten Jahres beigetragen, sagt ein Forscher der Bio- und Umweltwissenschaften an der Universität Göteborg. Dieses relativ milde und feuchte Frühjahr, begünstigt auch die Produktion von Graspollen, die in etwa ein bis zwei Wochen fliegen werden.

Es wird geschätzt, dass mehr als zwei Millionen Schweden an Allergien leiden, wovon die Allergie gegen Pollen die größte Gruppe ist.

Pollenallergie kann man durch Niesen, verstopfte Nase und Schnupfen oder juckende Augen erkennen. Es kann auch in der Kehle oder Gaumen jucken. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Reizung der Atemwege mit Husten oder Asthma sind auch Probleme, die bei Pollen auftreten können. Mehr Infos zu Pollen in Schweden gibt es auf der Seite http://www.pollenrapporten.se.

 23.04.2014

Ikeas Frikadellen werden vegetarisch

Der schwedische Möbelriese Ikea plant eine vegetarische Variante von Köttbullar auf seiner Speisekarte anzubieten. Der Grund dafür ist, dass die beliebten Hackbällchen aus Rinder- und Schweinefleisch die größten Energiefresser auf der Speisekarte von Ikea sind. In den Ikea-Restaurant werden jedes Jahr über 150 Millionen Fleischbällchen an die Kunden verkauft. Dadurch entsteht eine hohe Emission an Treibhausgasen, wie sie etwa 126.000 Autos mit Verbrennungsmotor erzeugen. Die vegetarische Kötbullar-Version soll deshalb ab 2015 als Versuch angeboten werden. In der Zwischenzeit wird das Unternehmen weiterhin ihre traditionellen Fleischbällchen anbieten. Die schwedischen Köttbullar sind seit langem ein Grundnahrungsmittel bei einem Besuch bei Ikea. Ein Teller kostet nur 19 Kronen.
Im Jahr 2013 zog Ikea vorübergehend seine Köttbullar von der Speisekarte, nachdem bekannt wurde, dass sie Spuren von Pferdefleisch enthielten. Auf vielfachen Wunsch der Kunden kehrten sie kurz darauf wieder in die Restaurants zurück.

 21.04.2014

Neue Studie über Dag Hammarskjölds Tod

Der UN-Generalsekretär eröffnet eine neue Untersuchung über den Tod von Dag Hammarskjöld. Dag Hammarskjöld starb 1961 bei einem Flugzeugzeugabsturz auf dem Flughafen Ndola in Nordrhodesien, dem heutigen Sambia. Hammarskjöld war damals Generalsekretär der Vereinten Nationen und auf dem Weg in den Kongo, um in dem anhaltenden Konflikt im Kongo zu vermitteln.

Zwischen 1961 und 1962 kam man in einer Analyse des Vorfalls zu dem Schluss, dass der Absturz ein Unfall war. Doch Fragezeichen gab es viele. Erst im Februar 2014 erklärte der aktuelle UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in der Generalversammlung, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen werden. Nun sollen die Mitgliedsländer alle Dokumente herausgeben, die ein neues Licht auf Hammarskjölds Tod hergeben könnten, schreibt Dagens Nyheter. Laut der Zeitung will Ban Ki-moon ein Gremium von Experten zusammenstellen, die in einer Untersuchung neue Beweise studieren sollen. Dazu ist die Herausgabe von Dokumenten der NSA erforderlich. Der ehemalige schwedische Erzbischof KG Hammar war einer der Initiatoren auf einer internationalen Juristen-Kommission im vergangenen Jahr bei der UN, die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Die Kommission kam zu dem Entschluss, dass der US-Geheimdienst NSA Dokumente mit Antworten auf Hammarskjöld mysteriösen Tod bieten kann. Die NSA weigerte sich bisher diese Dokumente offen zu legen. Bisher gab es mehrere Stimmen, dass das Flugzeug mit Dag Hammarskjöld abgeschossen wurde.

 19.04.2014

Neuer Rekord bei Anzahl der Studienbewerber

Die Zahl der Bewerber für einen Hochschulplatz steigt zum siebten Mal in Folge. Als die Anmeldefrist gestern abgelaufen war haben sich 391.000 Menschen um einen Studienplatz beworben - 9.500 mehr als im Vorjahr. Aufgrund des großen Interesse wurde die Anmeldefrist um einen Tag verlängert. Während dieser zusätzlichen Zeit wurden 20.000 zusätzliche Anträge eingereicht.

 17.04.2014

Saab kauft U-Boot-Geschäft von ThyssenKrupp

Wegen Differenzen über U-Boot-Aufträge der schwedischen Regierung haben der schwedische Rüstungskonzern Saab AB und ThyssenKrupp Industrial Solutions AG eine Absichtserklärung über den Verkauf der schwedischen Werft ThyssenKrupp Marine Systems AB (ehemals Kockums) mit Standorten in Malmö, Karlskrona und Muskö unterschrieben. Der Verkauf sieht den Erhalt der ca. 900 Arbeitsplätze vor. Die schwedische Regierung misstraut dem deutschen Unternehmen und will aus Gründen der nationalen Sicherheit den U-Boot-Bau wieder in einem schwedischen Unternehmen ansiedeln. ThyssenKrupp wird das hochprofitable Geschäft mit den nicht nuklear betriebenen Unterwasserbooten auf die deutschen Standorte Emden, Hamburg und Kiel konzentrieren.

 14.04.2014

400 Seehunde werden dieses Jahr gekeult

In diesem Jahr dürfen in Schweden 110 Seehunde und 290 Kegelrobben während der Schutzjagd getötet werden. Dies bedeutet eine Erhöhung um 20 Seehunde in der Provinz Västra Götaland und 20 Kegelrobben in Norrbottens län, schreibt die Naturschutzbehörde (Naturvårdsverket) in einem Bericht. Die Jagd findet zwischen dem 16. April und 31. Dezember statt. Die Seehunde verursachen einen wirtschaftlichen Schaden für die kommerzielle Fischerei. Neu in diesem Jahr ist, dass auch Nicht-Berufsfischer jagen dürfen, wenn sie richtig für die Jagd von einem Boot ausgebildet wurden. Obwohl noch nie so viele Seehunde zum Abschuss frei gegeben wurden sind es den den Fischern viel zu wenig.

 05.04.2014

Schwedische Goldgrube geht in Konkurs

Das schwedische Bergbauunternehmen Lappland Goldminers, das vor sechs Jahren in Lycksele den Aufbau einer Goldgrube in Angriff genommen hatte, ist jetzt Konkurs. Der Handel der Aktien (ISIN SE0005308137) wurde am 28. März an gestoppt und wird am 3. April von der Börse genommen. Das entschied die NASDAQ OMX Stockholm AB. Die Kommune Lycksele hatte mit dem geplanten Goldabbau große Hoffnungen in die Ankurbelung des Arbeitsmarktes gesetzt.

 02.04.2014

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