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Nachrichten aus Schweden - Januar 2014

Aktuelle Nachrichten

Archiv: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

 

Vorbereitungen zum Abschalten von KKW Oskarshamn 1

Die Betreibergesellschaft des Kernkraftwerks Oskarshamn will dieses Jahr Vorbereitungen treffen um den Reaktorblock Osharhamn 1 in den Stilllegungs- und Servicebetrieb zu überführen. Aufgrund von Unsicherheiten über die zukünftigen Anforderungen der Strahlensicherheitsbehörde (SSM) könnten die Kosten für eine Generalüberholung des ältesten Kernkraftwerks von Schweden zu hoch werden. Es ist keine Entscheidung über die dauerhafte Abschaltung des Reaktors, sondern man will sich nur alle Optionen offen halten. Mit der Erfahrung von Barsebäck weiß man, dass es sehr lange Vorlaufzeiten für die Antrags- und Genehmigungsprozesse der unterschiedliche Behörden gibt. Um nicht wertvolle Zeit zu verlieren, beginnt man schon jetzt mit dem Prozess, sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens.

Die Stilllegung eines Kernkraftwerks wird in fünf Stufen unterteilt: Herunterfahren, Servicebetrieb, Wiederherstellungsbetrieb, Abbruchbetrieb und die Wiederherstellung des Standortes.

Heute hat ein Ölleck an einem Ventil der Turbine von Oskarshamn 1 zu einer Abschaltung des Reaktors geführt. Der Betrieb wird fortgesetzt sobald das Ventil repariert ist. Oskarshamn 3 liefert Strom nach Plan und bei Oskarshamn 2 laufen umfassende Anstrengungen, um die Anlage sicherheitstechnisch zu modernisieren.

 27.01.2014

Schmuggler-Karawane bei Svinesund gestoppt

Vier mit Branntwein, Bier und Zigaretten überladene Autos wurden heute am Grenzübergang bei zwischen Schweden und Norwegen gestoppt. Es waren insgesamt fünf Männer, die in umgebauten Autos 230 Liter Branntwein, 4.306 Liter Bier und 74.500 Zigaretten nach Norwegen schmuggeln wollten. Alle fünf wurden festgenommen und sitzen in Polizeigewahrsam. Die umgebaute Autos wurden beschlagnahmt.

 25.01.2014

Schwedischer Stahlkonzern fusioniert mit finnischem Konkurrenten

Der schwedische Stahlkonzern SSAB (Svenskt Stål AB) und der finnische Konkurrent Rautaruukki wollen fusionieren. SSAB bot Rautaruukki für die Übernahme 10,1 Mrd. schwedische Kronen. Durch die Fusion wollen beide Unternehmen Kosten senken und wettbewerbsfähiger werden. Der Zusammenschluss soll auf Sicht von drei Jahren Einsparungen von ca. 1,4 Milliarden Kronen bringen. Etwa 900 der insgesamt über 17.000 Angestellten sollen ihren Job verlieren. Die Rautaruukki-Großaktionäre, die zusammen 57,9 Prozent der Firmenanteile halten, unterstützen nach Angaben von SSAB den Zusammenschluss.

SSAB hat heute eine Marktkapitalisierung von 15 Milliarden Kronen, der Wert von Rautaruuki beträgt rund 8,4 Mrd. Kronen. Das fusionierte Unternehmen wird damit eine Marktkapitalisierung von knapp 25 Milliarden Kronen haben. Dies bedeutet, dass SSAB auf die Liste der größten Unternehmen in Schweden klettert, und in etwa die gleiche Größe wie ICA haben wird.

 22.01.2014

Stockholm sagt Nein zu Olympischen Winterspielen in Stockholm

Das Schwedische Olympische Komitee (SOC) präsentierte im letzten Herbst eine Untersuchung zur Veranstaltung der Olympischen Winterspiele 2022 in Stockholm. Die Konservativen, Liberale, Zentrum, Christdemokraten und Linkspartei haben mittlerweile angekündigt, dass sie gegen eine Bewerbung für die Olympischen Winterspielen in Stockholm im Jahr 2022 stimmen werden. Alle Parteien sind der Meinung, dass die Kosten für die Veranstaltung zu hoch sind. "Die Risiken und Unsicherheiten sind zu groß und niemand kann eine verschneite Winterzeit gewährleisten", sagte Ewa Samuelsson (KD) und Erik Slottner (KD) in einer Pressemitteilung.

 17.01.2014

Arbeitslosigkeit ist leicht auf dem Weg nach unten

Die Arbeitslosigkeit in Schweden ist weiter rückläufig, sowohl in absoluten Zahlen als auch im Verhältnis der Belegschaft. Ende Dezember 2013 waren 411.000 Arbeitslose beim Arbeitsamt registriert, das entspricht 8,7 Prozent der Arbeitskrüfte. Es ist etwas über 3.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen im Alter von 18-24 Jahren, betrug 17,2 Prozent, 1,2 Prozentpunkte weniger als letztes Jahr. Falls nichts Unvorhergesehenes in der Welt passiert, geht man für das Gesamtjahr von einer weiteren Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt aus.

 14.01.2014

Pippi Langstrumpf riskiert 1,5 Jahre Gefängnis

Die amerikanische Filmschauspielerin Tami Erin kollidierte im Dezember 2013 an einem Abend mit drei Autos an drei verschiedenen Orten und floh von den Unfallorten. Als sie von der Polizei in Los Angeles verhaftet wurde, war sie spürbar unter Alkoholeinfluss. Eine Person wurde nach der Crash-Serie ins Krankenhaus gebracht. Jetzt hat der Staatsanwalt den Filmstar angeklagt. Sie steht in zwei Fällen unter dem Verdacht von Verkehrsunfallflucht, Trunkenheit am Steuer, und Führen eines Fahrzeugs ohne Versicherung. Sie könnte zu 1,5 Jahre Gefängnis verurteilt werden. Tami Erin wurde 1988 in der Rolle von Pippi Langstrumpf in dem Film "Pippi Langstrumpfs neueste Streiche" bekannt. Letztes Jahr wirkte sie auch in einem pornografischen Film mit.

 11.01.2014

Ingvar Kamprad will nach Schweden ziehen

Ingvar Kamprad hat Sehnsucht nach seiner Heimat. Aber gesundheitliche Probleme hindern ihn am Umzug nach Schweden. Ingvar Kamprad hatte im letzten Sommer angekündigt, dass er nach vierzig Jahren im Ausland zurück zu seinem Heim in Älmhult möchte. Der Gründer von dem Möbelriesen IKEA lebt seit 1973 im Ausland, zuerst in Dänemark und dann in der Schweiz, wo er bis heute wohnt. Im vergangenen Sommer kam die Nachricht, dass er zu den Wäldern von Småland zurückkehren würde. Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 2011 ist sein Heimweh nach Schweden stärker geworden. Er will zurück nach Schweden, um näher bei seiner Familie und seinen alten Freunden zu sein.

Man dachte, dass Ingvar Kamprad bereits im Herbst 2013 auf seinen Hof bei Älmhult zufahren würde. Das Anwesen gehört seit langem der Familie und ist nicht weit von wo er aufgewachsen ist. Aber jetzt hat ihm seine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es sind keine schweren gesundheitlichen Probleme, aber er will zunächst einige medizinische Fragen mit seinen Ärzten in der Schweiz abklären. Er wurde den Großteil seines Lebens von Ärzten in der Schweiz betreut. Der 87-Jährige hat seit langer Zeit wieder Probleme mit seinem Rücken und vor ein paar Jahren wurde ihm ein Herzschrittmacher implantiert. Sein Plan ist es, noch in diesem Jahr nach Schweden zu ziehen. 

 09.01.2014

Buch über Jan Guillou zurückgezogen

Ein neues Buch, in dem Jan Guillou als Lügner bezeichnet wird, wurde vom Verlag Norstedts zurückgezogen. Der Journalist und Autor Paul Frigyes schrieb ein Buch über Jan Guillou "Höjd över varje misstanke" (Über jeden Verdacht erhaben), das heute, am 70. Geburtstag von Jan Guillou erschienen wäre. Es soll in dem Buch über 100 Unwahrheiten geben.

Seit Jan Guillou die IB -Affäre im Jahr 1973 der Öffentlichkeit offenbarte war er einer von Schwedens bekanntesten Journalisten und Schriftstellern. Ständig in der Medien und im Blickfang als investigativer Journalist und zeitgenössischer Kommentator und Bestseller-Autor. Für viele verkörperte Guillou die Rolle des Helden und furchtlosen Wahrheitssager, der es liebt, in Konfrontation mit der Macht zu gehen, während seine bösesten Kritiker ihn als aufgedunsteten Tyrann und Besserwisser titeln.

Der Journalist Paul Frigyes versuchte in dem Buch die Geschichten zu sortieren und von Jan Guillou ein klareres Bild zu zeichnen, von seinen Kampf gegen den Staat, seine Beziehung mit der kulturellen Elite und Pressekorps und vor allem die so genannten KGB-Affäre, die im Frühjahr 2010 explodierte. "Höjd över varje misstanke" ist nicht nur die Geschichte von einer in den letzten fünf Jahrzehnten bekanntesten Medien-Persönlichkeiten. Es geht auch darum, wie die Medien und die Gesellschaft sich in dieser Zeit verändert haben. Mit diesem Buch werden viele Überzeugungen über Jan Guillou auf den Kopf gestellt.

 07.01.2014

Alte 50- und 1000-Kronen Scheine werden ungültig

Femtio KronorIn Schweden werden ab 1.1.2014 die alten Fünfzig- und Tausendkronenscheine ohne den Silberstreifen am linken Rand ungültig und aus dem Verkehr gezogen. Die alten Scheine ohne die eingewebten Metallbänder können aber noch bis zum 28. Februar 2014 bei den Banken gegen neue Scheine umgetauscht werden. Danach werden die ungültigen Scheine nur noch von der Riksbank gegen eine Gebühr von 100 Kronen eingetauscht.

Die neuen 50-Kronen und 1000-Kronen Noten wurden erstmals im Jahr 2006 veröffentlicht und haben neben dem silbernen Folienstreifen ein durchsichtiges Bild.

Ab 2015 führt Schweden dann noch fälschungssicherere Geldscheine ein.

Das Bild zeigt einen alten 50-Kronen-Schein mit dem Portrait von Jenny Lind. Diese Banknote hat keinen Silberstreifen.

 01.01.2014

Umeå – Europäische Kulturhauptstadt 2014

Umeå, die größte Stadt in Nordschweden, wird 2014 Kulturhauptstadt Europas. Damit hat sich Umeå gegen die südschwedische Universitätsstadt Lund durchgesetzt. Inzwischen laufen die Vorbereitungen für das Kulturhauptstadtjahr auf Hochtouren. Die offizielle Eröffnungsfeier findet vom 31. Januar bis zum 2. Februar 2014 in Umeå statt. Die Veranstalter rechnen zu den 300 Veranstaltungen im laufenden Jahr mit 150.000 bis 200.000 Besucher. Von den rund 117.000 Einwohnern der Studentenhochburg mit zwei Universitäten sind ca. ein Drittel Studenten.

Die am 64. Breitengrad liegende Stadt ist Winterweideort der Rentiere und für die Samen ein zentraler Ort. Die Ureinwohner von Nordschweden, die Saami, sind Teil der Identität Umeås, was sich auch im Programm des europäischen Kulturhauptstadt-Jahres widerspiegelt. Acht Ausstellungen von Sami-Künstlern sollen in diesem Jahr einen Einblick in den Alltag und die Lebensweise der Samen vermitteln. Zu den Höhepunkten des Programms gehören die Gastspiele weltberühmter Musiker und Tänzer auf der Bühne der Norrlandsopera. 

 01.01.2014

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