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Nachrichten aus Schweden - März 2013

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Norweger kommen - Geschäfte schließen

Ostern ist traditionell das Wochenende, an dem die Norweger über die Grenze nach Schweden strömen, um billige Lebensmittel, Tabak und Alkohol zu kaufen. Es sind vor allem die Grenzstädte Svinesund, Charlottenberg und Strömstad, die die Norweger im Visir haben. Tabak ist in Norwegen im Durchschnitt 82 Prozent teurer als in Schweden und Alkohol kostet in Norwegen im Durchschnitt 61 Prozent mehr. Insgesamt schätzt man den grenzüberschreitenden Handel auf 12,70 Milliarden Kronen im letzten Jahr. Von diesem Betrag haben die Norweger rund 4 Milliarden nur im Einkaufszentrum Nordby in Svinesund ausgegeben. Nach den norwegischen Zollvorschriften können nur Waren im Wert von 3000 norwegischen Kronen (ca. 3.500 schwedische Kronen) pro Person innerhalb von 24 Stunden zollfrei über die Grenze gebracht werden.

Schon gestern entstand an der Zollstation bei der Svinesundbrücke ein 2,2 km langer Stau. Der Druck der Norweger ist so hart, dass einige Geschäfte gezwungen sind, ihre Läden über Ostern zu schließen, um ein Chaos zu vermeiden. Am Gründonnerstag, das ist der Tag, an dem die meisten Norweger nach Schweden kommen, hat Systembolaget zwei Läden in Strömstad geschlossen.

27.03.2013

Luftwaffe treibt Nerze in den Tod

Die schwedische Luftwaffe (Försvarsmakten) hat die Verantwortung für den Tod von ca. 500 jungen Nerzen übernommen, die im letzten Sommer während eines Tiefflug-Manövers über eine Nerzfarm bei Svenljunga von ihren gestressten Eltern getötet worden waren. Als die Flugzeuge über die Zuchtfarm donnerten, hatten sie die lärmempfindlichen Tiere so verstört, dass etwa 500 bis 600 junge Nerze von den verängstigten älteren Artgenossen tot gebissen wurden. Nach der grausigen Entdeckung der toten Nerze, kontaktierte der Landwirt die Streitkräfte und verlangte finanzielle Entschädigung für die toten Tiere. Die schwedischen Streitkräfte haben sich für den Vorfall entschuldigt und erklärt, für den Schaden aufzukommen. Die genaue Schadensumme wird voraussichtlich in den kommenden Wochen bestimmt werden.

20.03.2013

Skatteverket ist jetzt auf Facebook

Die schwedische Finanzbehörde Skatteverket präsentiert sich jetzt auch auf Facebook. Auf der Spezialseite "Dags att deklarera" auf Facebook kann man Antworten auf allgemeine Fragen im Zusammenhang mit der diesjährigen Steuererklärung bekommen. Skatteverket bittet um einen guten Ton in den Beiträgen und blockiert alle, die sich nicht daran halten.

19.03.2013

Rauchverbot in Schweden soll ausgeweitet werden

In Schweden gilt seit dem 1. Juni 2005 ein Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden und Gaststätten. Der Verkauf von Zigaretten an Minderjährige ist schon lange verboten. Aus diesem Grund gibt es auch keine Zigarettenautomaten in Schweden. Nun prüft das Staatliche Institut für Volksgesundheit (Folkhälsoinstitutet) auch ein Rauchverbot in Fußgängerzonen, Bahnsteigen, Freilufttheatern, Kinderspielplätzen oder Badestränden einzuführen. Der Gedanke wird von Politerkern unterschiedlicher Parteien unterstützt. Bis zum Jahresende will das Institut dem Reichstag ein Gutachten mit Vorschlägen für eine Verbotsausweitung vorlegen.

13.03.2013

Riesige Schiffe kommen nach Göteborg

Die nächste Generation von Containerschiffen, die sog. Triple-E-Klasse, werden an August den Hafen von Göteborg anlaufen. Die 400 Meter langen und 59 Meter breiten Schiffe der dänischen Reederei Maersk-Line stellen den weltweit größten Containerschiffstyp dar. Göteborg ist einer der wenigen Häfen in Schweden, die Schiffe dieser Größe aufnehmen kann. Die Doppelhüllenschiffe mit einer Kapazität von 18.000 Containern verkehren zwischen Europa und Asien. In Europa laufen sie, mit Ausnahme von Göteborg, die Häfen von  Rotterdam, Aarhus, Bremerhaven und Danzig an.

11.03.2013

Prinzessin Lilian gestorben

Prinzessin Lilian, eine Tante des schwedischen Königs Carl XVI. Gustaf, ist heute im Alter von 97 Jahren in ihrem Haus in Stockholm gestorben. Prinzessin Lilian war die Witwe von Prinz Bertil von Schweden, einem Onkel von König Carl XVI. Gustaf. Sie litt an der Alzheimer-Krankheit und konnte seit 2010 nicht mehr an Familienfeiern teilnehmen.

10.03.2013

Schweden will vom Bargeld weg

In Schweden ist das Bezahlen mit Karte bereits sehr gebräuchlich. Das Bargeld ist seit Jahren auf dem Rückzug. In Schweden ist es bereits üblich, selbst in Klubs und Kneipen jedes einzelne Bier am Tresen mit der Karte zu bezahlen. Im öffentlichen Nahverkehr Stockholms sind Barzahlungen zum Teil gar nicht mehr möglich. Ein Viertel der schwedischen Bankfilialen zahlen bereits gar kein Bargeld mehr an ihre Kunden aus und nehmen es auch nicht mehr an.

Die schwedische Bank Swedbank kündigte letzte Woche an, dass sie auch in ihrer traditionsreichsten Filiale in dem wohlhabenden Stockholmer Stadtteil Östermalm den Bargelddienst einzustellen will. Das Vorhaben sorgte über eine neue Debatte über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Vor allem ältere Menschen verweisen auf das Bedürfnis nach Bargeld. Die Banken halten dagegen, dass das Bargeld nur Verbrecher anlocke. Außerdem würde sie ein 100-Kronenschein 10 Kronen kosten, um ihn zum Bankautomaten zurückzirkulieren zu lassen. Die Kosten sind natürlich für den Bargeldbenutzer nicht sichtbar. Außerdem erhalten die Geldhäuser für jeden Kauf mit der Kreditkarte 80 Öre. Nicht zu erwähnen, wie viel Geld aus der organisierten Kriminalität als liquide Mittel gehalten werden, um Geld zu waschen.

08.03.2013

Schweden ratifiziert Fiskalpakt

Das schwedische Parlament hat als 19. Land der EU den Fiskalpakt ratifiziert. Der Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin war im März 2012 von 25 der 27 EU-Staaten unterzeichnet worden und basiert auf dem Vertrag von Maastricht, bzw. auf den EU-Konvergenzkriterien (60 % Verschuldungsobergrenze in Relation zum jeweiligen BIP und 3 % jährliches Haushaltsdefizit in Relation zum jeweiligen BIP). Großbritannien und Tschechien beteiligen sich nicht am Fiskalpakt, der 1. Januar 2013 in Kraft getreten ist.

Der deutsche Bundesrat stoppte mit der Mehrheit der rot-grünen Länder am 1. März vorläufig die Umsetzung des Fiskalpaktes. Im Vermittlungsausschuss müssen Bundestag und Länder nun nach einer Kompromisslösung suchen.

07.03.2013

Emmaboda will Burkinis kaufen

Im Hallenbad von Borås können Frauen bereits einen Burkini mieten. Der Burkini ist ein Schwimmanzug aus Elastan mit integrierter Kopfbedeckung für muslimische Frauen. Der Begriff "Burkini" ist aus den Wörtern Burka und Bikini entstanden. Der Ganzkörperanzug erfüllt die Anforderungen des Hidschab.

Die Gemeinde Emmaboda will nun Burkinis kaufen, sodass alle streng gläubigen Musliminnen zusammen mit Männern im städtischen Schwimmbad schwimmen können. Der Verwaltungsrat sagt Nein zu der Idee und würde lieber die Burkinis zum Verkauf anbieten, so dass alle Frauen zu gleichen Bedingungen schwimmen können.

06.03.2013

Neue Waffenamnestie in Schweden

Heute ist in Schweden eine neue Waffenamnestie in Kraft getreten. Die schwedischen Bürger können Waffen ohne Lizenz, also illegale Schusswaffen, bis zum 31. Mai bei der Polizei abliefern, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Die Abgabe ist anonym und es werden keine Fragen gestellt.

Bereits in den Jahren 1993 und 2007 wurden in Schweden Waffenamnestien erlassen, bei denen allein im Jahr 2007 rund 13.000 Waffen und 14 Tonnen Munition eingesammelt wurden. Bei den bisherigen beiden Amnestien wurden nicht nur Jagdgewehre, sondern auch Handfeuerwaffen und Kriegsmaterial abgegeben. Auch bei der diesjährigen Waffenamnestie hofft die Polizei, dass die schwedische Bevölkerung wieder tausende von illegalen Waffen bei den Polizeibehörden abgeben wird.

01.03.2013

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