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Nachrichten aus Schweden - Dezember 2011

Aktuelle Nachrichten

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200 Schweden werden jedes Jahr durch Feuerwerkskörper verletzt

Etwa jeder sechste Schwede verschießt beim Jahreswechsel Raketen und Böller. Dabei verletzten sich jedes Jahr ca. 200 Menschen durch Feuerwerkskörper so schwerwiegend, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Die häufigsten Verletzungen sind Verbrennungen an den Händen bzw. Augenverletzungen. Die Hälfte der Verletzten sind Jungen zwischen 10 und 19 Jahren, obwohl es in Schweden verboten ist, Feuerwerkskörper zu kaufen, wenn man jünger als 18 Jahre ist.   

Quelle: 8 SIDOR 28.12.2011

Wirtschaftliche Lage in Schweden wird schlechter

Die relativ schwache Lage der schwedischen Wirtschaft bleibt. So sank z.B. das Konjunkturbarometer den siebten Monat in Folge. Swedbanks Einkaufsindex, PMI, war noch nie so schwach gewesen, seit Mai 2009. Die Schwedische Notenbank (Sveriges Riksbank) senkte gestern den Leitzins um 0,25 Prozent auf 1,75 Prozent. Es war das erste Mal seit zwei Jahren, dass Notenbank den Zinssatz senkt.  

Quelle: ekonomifakta.se 21.12.2011

Das Ende von Saab

Saab Automobile ist das Geld ausgegangen. Die Mitarbeiter des Pkw-Werks in Trollhättan können diesen Monat nicht bezahlt werden. Heute kam die Nachricht, dass Saab selbst Konkurs beantragt hat. Das Unternehmen wird endgültig geschlossen. Alle Versuche zu einer Zusammenarbeit mit finanzkräftigen Partnern in Russland und China sind gescheitert. Zwei chinesische Unternehmen wollten zuletzt die Autofabrik kaufen, doch das hat sich jetzt endgültig zerschlagen. Der Grund ist der Rückzug des chinesischen Autokonzerns Youngman, weil der frühere Saab-Eigner General Motors die Weitergabe der Produktionslizenzen an die Chinesen verweigert. Saab hat 3400 Mitarbeiter in Trollhättan. Das Arbeitsamt wird ein Büro eröffnen, um den Angestellten dabei zu helfen, neue Arbeitsplätze zu finden.
Die deutschen Saab-Händler, die in der Regel auch andere Marken anbieten, rechnen jetzt mit einem Ansturm auf die Restbestände, gebrauchte Autos dieser Kultmarke dürften teurer werden.

Quelle: 8 SIDOR 19.12.2011

Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei Berlin

Der Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei ist den nordisch-skandinavischen Ländern gewidmet. Lucia, die Lichtbringerin, wird in Schweden alljährlich am 13. Dezember gefeiert. Sie wird verehrt, lässt Träume wachsen, weckt Sehnsüchte, schenkt Hoffnung und gibt den Sorgenden ein Stück Wärme und Geborgenheit. Das historische Bauensemble der Kulturbrauerei ist prächtig für eine romantische weihnachtliche Welt geeignet. Inmitten dieser Gebäudekomposition können sich die Besucher an Schwedenfeuern wärmen, Bungee Trampolin springen oder auf einem nostalgischen Kettenkarussell einige Runden drehen. Einzigartig ist das winterliche Kunstobjekt "Open-Air-Mantel-Heizung". Fünf Aufwärmplätze wurden eingerichtet, für die Wärmezufuhr sorgt ein nostalgisch anmutender Holzofen und frierende Besucher können sich die angewärmten Pelzmäntel überziehen. An den Nachmittagen kommen in erster Linie Familien mit Kindern. Die Hauptattraktion für die kleinen Gäste ist der Weihnachtsmann, der täglich von 17 bis 18 Uhr gratis Naschereien verteilt. Je mehr die Dämmerung in voller Pracht erscheint, desto mehr ist der Markt Treffpunkt der Erwachsenen. Abends um 20 Uhr kommt hoher Besuch. Ein Hochstelzen-Walkact mit extravagant-phantasievollem Kostüm wandelt über die Höfe und flirtet mit den Gästen. Man verweilt, flaniert, hält Ausschau nach Kunst und Handwerk und schlemmt genüsslich deutsche, finnische und schwedische Köstlichkeiten, die aus Hütten in skandinavischem Stil, rot-weiß, kredenzt werden.

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Lucia Weihnachtsmarkt

Text: Ketering GmbH und Fête Company,   Pressefoto (Fotograf: Jochen Loch)

Wirtschafts-Webseite E24 wird geschlossen

Die Mediengruppe Schibsted schließt ihre Wirtschaftsseite E24. Knapp 20 Mitarbeiter sind davon betroffen. Die Schließung steht in Verbindung mit einer neuen Business-Website in diesem Frühjahr. Die neue Website wird im Rahmen der schwedischen Zeitung Svenska Dagbladet betrieben, so eine Pressemitteilung von Schibsted. "Svenska Dagbladet hat eine beeindruckenden redaktionellen Wirtschaftteil aufgebaut. Deshalb möchten wir darauf aufbauen und haben es als Basis für unser neues Unternehmen gewählt", schreibt Raoul Grünthal, CEO von Schibsted Schweden.

Quelle: DN 15.12.2011

Ablehnung des Euro steigt

Wenn es in Schweden im November 2011 ein Referendum über die Einführung des Euro gegeben hätte, dann hätten etwa 80 Prozent dagegen gestimmt. Nur 11 Prozent sind für die europäische Einheitswährung und rund 8 Prozent sagten, sie wissen nicht, wie sie wählen würden. Bei der Volksabstimmung im Jahr 2003 waren ca. 57 Prozent gegen und 42 Prozent für den Euro. Die Personenbefragung wurde in der ersten Novemberhälfte durch 5907 zufällige telefonische Interviews durchgeführt. Die prozentuale Schätzung soll nur eine Fehlerquote von 95-Prozent haben.

Quelle: SCB 13.12.2011

Sturm auf SEB-Geldautomaten

Durch eine Meldung des Kurznachrichtendienstes Twitter kam es in Lettland zu einem Ansturm auf die Geldautomaten der schwedische Großbank Swedbank. Die Menschen räumten aus Angst vor einer Bankenpleite die Geldautomaten leer. Dabei hat die Bank erst vor kurzem einen Stresstest der Bankenaufsicht ohne Tadel bestanden. Swedbank wies die Gerüchte umgehend zurück, konnte den Ansturm auf die Geldautomaten allerdings nicht verhindern. Innerhalb von 24 Stunden wurden rund 20 Millionen Lat (entspricht 30 Millionen Euro) abgehoben. Die Polizei fahndet nach den Verfassern der Tweets.

12.12.2011

Der König muss Ausgaben offenlegen

Jedes Jahr bekommen der schwedische König und seine Familie Geld vom Staat. Bisher musste er nicht offenlegen, was er mit dem Geld macht. Das Geld ist für die Bewirtschaftung des Schlosses und zum Bezahlen der Löhne des Personals gedacht. Nun hat der Reichstag beschlossen, dass der König darlegen muss, wofür er das Geld ausgibt.

Quelle: 8 SIDOR 08.12.2011

Saab steht vor dem Aus

Dem schwedischen Autobauer Saab geht das Geld aus. Die 3500 Angestellten haben im November keinen Lohn bekommen. Die Zusagen von zwei chinesischen Investoren sind bei Saab nicht eingegangen, weil General Motors einer Übernahme durch die Chinesen nicht zustimmte. Der amerikanische Autohersteller beliefert Saab mit Teilen von GM und befürchtet die illegale Weitergabe von Technologie durch die Chinesen. Saab konnte seit April wegen Geldmangels und hoher Schulden keine Autos mehr produzieren. Gestern hat der zuständige Zwangsverwalter beim Amtsgericht in Vänersborg ein Ende der Sanierung beantragt, weil es nach seiner Meinung keine realistische Aussicht auf einen baldigen Neustart der Produktion gebe.

07.12.2011

Assange darf weiter gegen Auslieferung klagen

Der britische High Court hat heute beschlossen, dass Julian Assange, der Gründer von Wikileaks, beim Supreme Court (Obersten Gerichtshof) weiter gegen seine Auslieferung nach Schweden klagen darf. Allerdings wären seine Chancen sehr gering, so der Richter vom High Court. Sollte der Oberste Gerichtshof einer Auslieferung Assanges nach Schweden stattgeben, will der Australier notfalls auch vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. Seine größte Sorge ist eine Auslieferung an die USA, denn seit dem Jahr 2000 ist jeder Auslieferungsantrag der USA von Schweden bewilligt worden. Julian Assange hat jetzt zwei Wochen Zeit, um seinen Antrag an den Obersten Gerichtshof zu schreiben, der dann entscheidet, ob die Sache aufgenommen wird oder nicht. Laut Radio Schweden wird Großbritanniens höchstes Gericht am ersten Weihnachtstag über die Auslieferung von Julian Assange an Schweden entscheiden.

Quelle: SvD 05.12.2011

Gävlebocken brannte wieder

Nach einer Attacke von unbekannten Angreifern ging die Weihnachtsziege in Gävle (Gävlebocken) am frühen Freitag Morgen in Flammen auf. Nur das Skelett ist übrig geblieben. Die Polizei erhielt in den frühen Morgenstunden zum Freitag einen Anruf, dass die Ziege angezündet wurde. Fünf Minuten später war nur noch Asche und Rauch übrig geblieben. Die Hälfte der Einwohner von Gävle sind stolz auf das riesige Tier, während die andere Hälfte sich über den Versuch, das Strohtier abzubrennen, freuen.

Quelle: The Local 02.12.2011

Schwedische Erfindung erschuf Supermaterial

Mitte der 1990er Jahre erfand der Forscher Nandan Khokar bei Chalmers in Göteborg einen neuen Weg zur Herstellung von Kohlefaser-Material. Seine Arbeit führte zu einem Stoff, der viel stärker war, als traditionelle Kohlefaservarianten. 15 Jahre später entwickelt die Firma Oxeon aus Borås ein Produkt, das in einer Vielzahl von Bereichen verwendet werden kann. Die Sportartikelfirma Bauer verwendet es in ihren Eishockeyschlägern und im Motorsport wird es benutzt, um das Gewicht der Karosserien zu reduzieren.

Quelle: E24 02.12.2011

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