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Nachrichten aus Schweden - Februar 2010

Aktuelle Nachrichten

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Olympische Winterspiele 2010

Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver erzielten die 108 angetretenen schwedischen Sportler in neun Sportarten insgesamt 11 Medaillen - fünf Goldmedaillen, zweimal Silber und viermal Bronze. Damit belegt Schweden den neunten Platz. Es ist die zweitbeste Note überhaupt - nur in Turin vor vier Jahren gelang es den schwedischen Teilnehmern eine größere Menge Medaillen zu holen.

 

Gold

  • Charlotte Kalla im 10 km Freistil Skilanglauf

  • Björn Ferry im Biathlon (Verfolgung 12,5 km)

  • Marcus Hellner im Skilanglauf (Doppelverfolgung 30 km)

  • Anders Södergren, Johan Olsson, Daniel Rickardsson & Marcus Hellner im Skilanglauf (Staffel 4x10 km)

  • Anette Norberg (Skip), Cathrine Lindahl (Second), Eva Lund (Third), Anna Le Moine (Lead) und Kajsa Bergström (Ersatz) im Curling der Frauen

Silber

  • Anna Haag im Skilanglauf (Doppelverfolgung 15 km)

  • Anna Haag und Charlotte Kalla im Skilanglauf (Teamsprint Freistil)

Bronze

  • Pärson im Ski Alpin (Super-Kombination)

  • André Myhrer im Ski Alpin (Slalom)

  • Johan Olsson im Skilanglauf (Doppelverfolgung 30 km)

  • Johan Olsson im Skilanglauf  (50 km Massenstart)

28.02.2010

Saab-Deal perfekt

Der schwedische Autobauer Saab wurde heute endgültig vom US-Mutterkonzern General Motors an den niederländischen Sportwagenbauer Spyker verkauft. Der ausgehandelte Kaufvertrag wurde von beiden Seiten unterzeichnet und die Eigentumsrechte an Spyker übertragen. Das neue Unternehmen wird 'Saab Spyker Automobile' heißen. Nach Bekanntgabe des Deals stieg die Spyker-Aktie um 2,6 Prozent. Ab morgen beginnt der so genannte 100-Tage-Plan. Die Produktion in Trollhättan steht noch still und soll in etwas mehr als drei Wochen anlaufen. Der neue Chef, Victor Muller, visiert eine Jahresproduktion von 100.000 Autos an und will die Gewinnzone schon bald erreichen.

Quelle: TT 23.02.2010

Schneechaos in Schweden

Das Harte Winterwetter sorgte heute für ein erhebliches Problem für den Verkehrsdienst, vor allem in Stockholm, wo auch alle U-Bahnen über der Erde zum Stillstand kamen. Viele Autos standen heute Morgen, weil ihre Motoren kochten. Man vermutet, dass die Kraftfahrer vergessen haben Glykol nachzufüllen. Bei Temperaturen von 25 Grad unter Null heute Nacht, kam es dann zu Problemen, sagte ein Sprecher der Stockholmer Polizei. Insbesondere standen größere Fahrzeuge wie Busse und Lastwagen und hielten den Verkehr auf. Es waren vor allem Kreuzungen sowie Ein- und Ausfahrten betroffen. Es gab eine Vielzahl von Fahrzeugen die sich nicht mehr rührten.

Auch der Zugverkehr zwischen Stockholm und Göteborg kam zum Erliegen. Der Grund ist Eis auf den Gleisen und Probleme mit den Weichen. Die Bahnbehörde hat alle verfügbaren Mitarbeiter aufgefordert, bei den Störungen die durch den Schnee entstehen, zu helfen. Trotzdem rechnet man mit weiteren Problemen während der ganzen Woche.

In den westlichen Teilen von Skåne kämpft der Straßenverkehr vor allem mit starken Schneefällen und es kann zu einigen Unfällen. SMHI gab eine Warnung der Klasse 1 für Skåne heraus, wo etwa zehn Zentimeter Neuschnee mit starken Winden erwartet wird. Skånetrafiken forderte heute alle Reisenden auf zuhause zu bleiben.

In Lindärva, südlich von Lidköping, brach heute Morgen durch die hohe Schneelast das Dach eines Schweinestalls zusammen. Nach Angaben der Polizei waren rund 700 Schweine im Stall. Derzeit scheint es so, dass alle Tiere überlebten. Vor allem in Mittel-Schweden sind letzte Woche nach dem starken Schneefall eine Reihe von Dächern zusammengebrochen.

Quelle: SvD 22.02.2010

Ja zur Kernkraft

Die schwedische Regierung nahm das Gesetz zum Ausstieg aus der Atomkraft wieder zurück. Dies bedeutet, dass die Kernkraftwerke in Forsmark, Oskarshamn und Ringhals ihre alten Reaktoren stilllegen können und dafür moderne Reaktoren bauen dürfen. Die schwedische Atomaufsicht "Svensk Kärnbränslehantering" (SKB) hat sich auch schon für einen Endlagerstandort in Östhammar entschieden. Nach Abschluss der geologischen Untersuchungen und Anhörung der Anlieger könnte der Bau der Endlagerstätte für die nuklearen Brennstäbe 2013 begonnen werden. Dann wären Schweden und Finnland weltweit die ersten Staaten mit einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll.

19.02.2010

Reallöhne in Schweden gestiegen

Während der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 stiegen die schwedischen Reallöhne im Durchschnitt um knapp 3,5 Prozent. Dies ermittelte das Medlingsinstitutet, die schwedische Zentralbehörde für Schlichtungsverfahren in Arbeitskonflikten. Die Reallöhne sind der Inflation angepasst und geben an, was mit dem Nominallohn tatsächlich eingekauft werden kann. Im Durchschnitt stiegen die schwedischen Reallöhne im Zeitraum 1995-2008 um 2,5 Prozent pro Jahr. Die Grund für den ungewöhnlich hohen Anstieg der Reallöhne im vergangenen Jahr ist die geringe Inflationsrate.

Quelle: SvD 18.02.2010

Die Schweden sind für die Jagd

Die Akzeptanz für die Jagd ist bei der schwedischen Bevölkerung immer noch sehr hoch. Eine Sifo-Umfrage, die Mitte Februar, mitten in einer wütenden Debatte über die Jagd auf Wölfe durchgeführt wurde, zeigte, dass der Großteil der Schweden die Jagd akzeptiert.

Telefonisch wurden 1000 Schweden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Frage war genau die gleiche wie bei einer ähnlichen Umfrage 2008: "Akzeptieren Sie die Jagd, Ja oder Nein?". Die Akzeptanz hat sich im Vergleich zu 2008 sogar leicht erhöht. 86 Prozent der Befragten haben mit ja geantwortet, 2008 waren es 85 Prozent. Der Anteil, derjenigen, die die Jagd nicht akzeptieren viel von 11 auf 9 Prozent.

Es ist zwar nur Spekulation, aber die tief verwurzelten Traditionen der Schweden zur Jagd macht das Ergebnis der Studie, auch nach der Debatte um die Wolfsjagd, sicherlich zu keiner Überraschung.

Quelle: Svensk Jakt 16.02.2010

Großbanken planen neues Kassensystem

Die Unternehmensberatung Canvisa hat im Namen der fünf schwedischen Großbanken (Nordea, SEB, Handelsbanken, Swedbank und Danske Bank) einen Vorschlag erarbeitet, wie ein neues so genanntes ATM-System (Automatic Teller Machine) aussehen kann. Die Banken sind bemüht, ihr Cash-Management zu straffen, um Operationen zu verbessern. Der Vorschlag für ein neues Cash-Management-System bedeutet, dass rund 3000 Geldautomaten in Schweden entfernt werden könnten. Das neue Geschäftsmodell sieht eine gemeinsame Infrastruktur für alle schwedischen Geldautomaten vor, sodass durch eine Konsolidierung der bestehenden Maschinen jeder fünfte Geldautomat verschwinden könnte. Eine endgültige Entscheidung über die Vorschläge für ein neues ATM-System soll im Herbst fallen.

Quelle: SvD 15.02.2010

Analysten warnen vor einer Mietpreisblase

Die Risiken eines Rückgangs der Mietpreise erhöhen sich. Eine Schätzung von Handelsbanken zeigt, dass die Immobilienpreise in den nächsten zwei Jahren um fast 10 Prozent fallen könnten. Das staatliche Amt für Wohnungswesen rechnet sogar mit einem Preisrückgang von rund 20 Prozent.

Die Preise sind in den letzten Jahren ohne größeren Rückgang gestiegen, während die Verschuldung der privaten Haushalte stetig wuchs. Schwedische Bank-Ökonomen glauben, dass das Risiko hoch ist, sich weiter zu verschulden, solange die Zinsen auf diesem historisch tiefen Niveau bleiben. Die Hauspreise richten sich in hohem Maße daran, wie viel es kostet, die aufgenommenen Kredite zu tilgen. Die Zinspolitik der schwedischen Reichsbank beeinflusst den Wohnungsmarkt wesentlich. Eine Anpassung der Hauspreise nach unten kann dramatisch werden. Jeder zehnte Eigenheimbesitzer könnte in Gefahr geraten, dass seine Verbindlichkeiten den Marktwert des verpfändeten Hauses oder seiner Wohnung übersteigen.

Quelle: SvD 12.02.2010

Bo Holmberg gestorben

Bo Holmberg, ehemaliger Minister, Regierungspräsident von Sörmland und Witwer der ermordeten Außenministerin Anna Lindh, ist gestern im Alter von 67 Jahren gestorben. Bo Holmberg wurde 1942 in Härnösand geboren und hat eine lange Karriere in der Sozialdemokratischen Partei hinter sich. Er war unter anderem Provinziallandtagsrat in Västernorrland in den Jahren 1976-1982, Regierungspräsident von Sörmland in der damaligen sozialistischen Regierung im Jahre 1982 und 1983-1988 Minister für zivile Angelegenheiten. Bo Holmberg und Anna Lindh heirateten 1991. Sie hatten zwei Söhne.

Quelle: SvD 12.02.2010

EU billigt Bürgschaft für Saab

Die EU-Kommission genehmigt der schwedischen Regierung Kreditbürgschaften für den Autobauer Saab Automobile. "Die staatlichen Garantien sind zur Umsetzung von Geschäftsprozessen geplant, ohne dass dies zu einer unangemessenen Verzerrung des Wettbewerbs führt" sagte die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in einer Pressemitteilung. Nach Ansicht der Kommission stellen die schwedische Regierung 82,8 Prozent der Garantie als Beihilfen. Der Rest von 17,2 Prozent der Garantie wird zu marktüblichen Bedingungen gewährt und müssen daher nicht von der EU genehmigt werden. Mit Zustimmung der EU-Kommission ist eines der formalen Hindernisse beseitigt. Somit kann Saab ein Darlehen bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) beantragen. Das neue Unternehmen, Saab Spyker Automobiles NV, will in Zukunft drei Modelle in Trollhättan und ein Modell in Mexiko bauen.

Quelle: SvD 08.02.2010

Der Hof zahlt kein Gehalt an Daniel Westling

Daniel Westling verließ den Vorstandsposten seines Fitnesskonzerns auf eigene Initiative. Nun gibt der Hof bekannt, dem zukünftigen Prinzen kein Gehalt zu zahlen. Westling geht davon aus, sein eigenes Geld zu verdienen. Wenn Daniel Westling mit Kronprinzessin Victoria verheiratet ist, muss er an einer Reihe von offiziellen Anlässen teilzunehmen. Dafür wird er vom Hof keine Vergütungen erhalten. "Er wird sicherlich in der Lage sein, auch weiterhin sich selbst zu versorgen. Es gibt keine Regeln jetzt oder nach der Hochzeit, aktiv in seiner Firma mitzuwirken," sagte der Hofsprecher Axel Calissendorff zu Dagens Industri.

Quelle: DI 05.02.2010

Neue Promillegrenze beim Flug

Die schwedische Regierung beschloss heute die Alkoholgrenze bei Flügen den Regeln im Straßenverkehr anzupassen. Die Blutalkoholkonzentration darf bei der Flugzeugbesatzung 0,2 Promille acht Stunden vor dem Abflug nicht überschreiten. Darüber hinaus ist es nicht erlaubt, 24 Stunden vor dem Start Alkohol zu trinken. Im übrigen Europa ist das Verbot etwas milder. Hier gilt die 0,2-Promillegrenze nur, wenn das Flugzeug rollt. Für Drogen gilt weiterhin die Null-Toleranz. Die neuen Promilleregeln gelten für alle, die die Flugsicherheit beeinträchtigen, wie Piloten, Flugbegleiter und Angestellte des Luftverkehrsmanagements. Die Polizei kann weiterhin unangekündigt Atemalkoholkontrollen und Augen-Prüfungen durchführen, ohne dass ein begründeter Verdacht auf Trunkenheit besteht. Die Regierung will damit signalisieren, dass die gleichen Regeln wie im Straßenverkehr auch beim Flug gelten, erklärte Infrastrukturministerin Åsa Torstensson.

Auch für Fahrgäste werden die Regeln verschärft. Betrunkene, widerspenstige Menschen, die die Flugsicherheit beeinträchtigen, riskieren eine sechsmonatige Haftstrafe anstelle von einer Geldstrafe. Das neue Alkoholgesetz gilt ab dem 1. September diesen Jahres.

Quelle: Expressen 04.02.2010 

 

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