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Nachrichten aus Schweden - November 2008

Aktuelle Nachrichten

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Julbocken in Gävle wieder zu sehen

Seit heute kann man den Julbock wieder bei: http://www.merjuligavle.se/Bocken/ sehen. Am 1. Advent wird der Gävlebock um 16:00 Uhr offiziell eingeweiht. Seit 42 Jahren wird der Strohbock am Slottstorget aufgestellt und meistens von Pyromanen niedergebrannt. In den letzten beiden Jahren hat man das Stroh mit Flammschutzmittel behandelt und der Bock überlebte. Dieses Jahr wurde der Bock ganz ohne Flammschutzmittel aus den Restprodukten von Mackmyra Whisky gebaut. Viele hatten sich beklagt, der Bock sähe mit dem Flammschutzmittel hässlich und braun wie ein Terrier aus. Mal sehen, ob der ungeschützte Bock dieses Jahr überlebt. Vorsichtshalber hat man neben jedem Bein einen Feuerlöscher gestellt.

Quelle: DN 27.11.2008

Weltrekord im Schneeregen

Auf dem Flugplatz Arlanda hat das Schneekaos voll zugeschlagen. Der Flugplatz kann nur zur Hälfte seiner Kapazität ausgenutzt werden. Alle Flüge sind verspätet. Normal starten und landen 80 Flugzeuge pro Stunde, nun sind weniger als 30 Flugzeuge, berichtete der Sprecher des Fluglatzes. Die Wartehallen auf Arlanda sind mit Reisenden überfüllt. Die 3,3 Kilometer lange und 45 Meter breite Bahn wird ununterbrochen mit Chemikalien gegen die Glätte bekämpft.

Quelle: SvD 24.11.2008

Vorstandsvorsitzender der schwedischen Post arbeitet gratis

Nach einer Welle der Kritik an den hohen Managergehältern erklärte der Vorstandschef der schwedischen Post, Lars G. Nordström, in Zukunft umsonst zu arbeiten. Nordström erhielt ein Monatsgehalt von 900.000 Kronen, ein Briefträger dagegen nur 19.000-20.000 Kronen in Monat. Außerdem erhält Nordström eine jährliche Pension von 5 Millionen Kronen von seinem früheren Arbeitgeber, der teilweise staatlichen Nordea.

Der Vorstandsvorsitzende des Gewerkschaftsverbandes Seko findet es gut, dass Lars G Nordström sich der Kritik stellt, doch sei es übertrieben, ganz auf seinen Lohn zu verzichten. Nach Auffassung von Seko, in der 30.000 Postangestellte organisiert sind, soll man für seine Arbeit auch angemessen bezahlt werden.

Quelle: DN 22.11.2008

Der lange Weg zurück

Die Zwillingsschwestern Jenny und Susanna Kallur sind nach ihrer Operation in den USA wieder zurück in Falun. Susanna wurde von einem Spezialarzt an ihrer Stressfraktur am rechten Bein und Jenny am linken Bein operiert. Stressfrakturen, auch Ermüdungsbrüche genannt, ereignen sich auf Grund immer wiederkehrender Belastungen, wie sie oft bei Leistungssportlern vorkommen. Beide fühlen sich gut und sehen der nächsten Saison hoffnungsvoll entgegen. Es wird noch ca. 2 Monate dauern, bis die Stressfraktur ganz ausgeheilt ist und das Training wieder aufgenommen werden kann. Sie hätten nun einen guten Zeitrahmen zum Trainieren. Ihr nächstes Ziel ist die Weltmeisterschaft im August 2009 in Berlin.

Quelle: Dalarnas Tidningar 20.11.2008

Achtung Elchwald

Auf dem Onsalavägen in Kungsbacka wurde vor der heißen Liebe im Wald gewarnt. Unbekannte stellten dort ein Elch-Warnschild mit zwei kopulierenden Elchen auf. Aber Vägverket meinte, dass es kein guter Scherz wäre und entfernte das Schild der Sex-Elche.

Quelle: Expressen 19.11.2008

Schweden verbietet Streubomben

Streubomben gehören ähnlich wie die verachteten Landminen zu den besonders arglistigen Waffen, da sie über eine große Fläche verteilt werden. Da die einzelnen Sprengköpfe dabei oft nicht alle explodieren, sind sie noch Jahre später für Zivilisten gefährlich. Die Bomben können explodieren, wenn sie berührt werden.

"Wir werden die Benutzung von Streubomben einstellen und das internationale Abkommen zum Verbot von Streubomben am 3. Dezember in Oslo förmlich unterzeichnen", sagte Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt gestern Abend in einer Radiosendung.

Quelle: 8 Sidor 17.11.2008

Jäger vom Bär angegriffen

Eine Jagdmannschaft, bestehend aus 5 Personen, ging heute Morgen ins Jagdgebiet am Storvattnet, in der Kommune Kramfors, um Elche zu jagen. Über Funk hörten die Kameraden eines 39jährigen Jägers, dass sein Hund auf etwas laut bellte und er befürchte, es könnte ein Bär sein. Er rief die Jagdkameraden zur Hilfe, falls etwas passieren sollte. Als er seinen Hund zurückrief, stürzte sich ein Bär aus seiner Höhle, biss den Jäger ins Bein und schlug ihn zu Boden. Ein Jagdkamerad stand schon bereit und feuerte drei Schuss auf den Bären, der schnell starb. Zur Sicherheit schoss er noch mal, um ganz sicher zu sein. Der verletzte Jäger wurde mit der Ambulanz ins Krankenhaus von Sollefteå gefahren. Laut Aussage des Krankenhauspersonals sind die Schäden nur oberflächig. Der Mann bleibt aber vorerst noch zur Beobachtung liegen.

Erst letzten Donnerstag wurde ein Jäger von einem Bären in der Nähe von Bollnäs attackiert. Er konnte ohne größere Schäden fliehen. Bärenattacken sind in Schweden eher ungewöhnlich und passieren fast immer während der Jagd. Insgesamt wurden 30 Menschen seit 1977 von einem Bär angegriffen. Zwei Personen starben.

Quelle: DN 16.11.2008

Ab 2025 Verbot von Benzinautos?

Die Vorsitzende der Zentrumspartei, Maud Olofsson, will Benzinautos ab 2025 und Ölheizungen in Häusern fünf Jahre früher verbieten. Das wäre eine dramatische Änderung in der Energieanwendung. Die Zentrumspartei will schlägt weiter vor, den Verkauf von neuen, mit fossilen Brennstoffen angetriebenen Autos schon ab 2015 zu verbieten. Schweden würde dann ab 2025 einen Autopark haben, der ganz frei von fossilen Brennstoffen wäre. Hinter diesem Vorschlag stehen neben Olofsson vor allem Umweltminister Andreas Carlgren, Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson und Infrastrukturministerin Åsa Torstensson.

Quelle: SvD 15.11.2008

Neue Regeln für Arbeitserlaubnis

Für Menschen aus anderen Ländern soll es leichter werden, nach Schweden zu kommen und dort zu arbeiten. Der Reichstag hat dazu ein neues Regelwerk beschlossen. Die alten Regeln machten es Menschen außerhalb der EU schwer, in Schweden Arbeit zu bekommen. Bevor man eine Arbeitserlaubnis bekam, machte das Arbeitsamt eine Untersuchung, ob schwedische Bürger oder Bürger aus der EU eine gleiche Stelle suchen. Wenn das der Fall war, bekam man keine Erlaubnis. Mit den neuen Regeln können die Betriebe selbst bestimmen, wer die Stelle bekommt. Die Sozialdemokraten und die Linken stimmten gegen die neuen Regeln.

Quelle: 8Sidor 14.11.2008

Quads sollen nicht mehr auf öffentlichen Straßen fahren

Der schwedische Automobil-Club "Motormännen" fordert, nach mehren Todesfällen, ein Verbot von Quads auf öffentlichen Straßen. Voriges Jahr kamen neun Personen bei Unfällen mit Quads ums Leben. Dieses Jahr starben fünf Personen bei Unfällen mit Quads im öffentlichen Straßenverkehr. Die Zahl erscheint im ersten Augenblick als niedrig, aber verglichen mit der Anzahl von 30.000 Fahrzeugen in Schweden ist das gewaltig viel. Quads sind als Offroadfahrzeuge konzipiert und haben durch ihre hohe Bodenfreiheit einen höheren Schwerpunkt als Autos. Viele Unfälle sind auf Selbstüberschätzung und mangelndes Wissen über die Fahreigenschaften von Quads zurückzuführen. Aufgrund der Popularität dieser Fun-Fahrzeuge und seit der Einführung der EU-Führerscheinklasse 'S' im Februar 2005, die 16-Jährigen auch das Fahren von Quads bis zu einem Hubraum von 50 cm³ erlaubt, sind die Zulassungszahlen stark gestiegen. Das schwedische Straßenverkehrsamt Vägverket treibt gerade ein Projekt voran, um die Zahl der Unfälle auf schwedischen Straßen zu vermindern. Das Resultat wird nächstes Jahr im Transportforum in Linköping vorgestellt.

Quelle: Aftonbladet 11.11.2008

Saab-Spion bekommt vier Jahre Gefängnis

Ein 48jähriger Ingenieur wurde heute zu 4 Jahren Haft verurteilt, weil er versuchte, Saab Microwave Systems um 16 Millionen Kronen zu erpressen. Der Mann, der als Berater arbeitete, drohte geheime Unterlagen zu veröffentlichen, wenn Saab die Lösesumme nicht bezahlt. Laut Anklage handelte es sich dabei um Verteidigungsgeheimnisse. Der Angeklagte behauptete von einer Person namens Defence Harry zu der Tat gezwungen worden zu sein. Der Polizei und der Staatsanwaltschaft ist es nicht gelungen diese Person zu ermitteln. Die Staatsanwaltschaft forderte acht Jahre Gefängnis.

Der Erpresser wurde am 10. Juli diesen Jahres auf dem Gelände von Guldhedstornet in Göteborg mit einem Drittel des Geldes ergriffen. An dem Einsatz waren die schwedische Sicherheitspolizei "Säpo" und eine Einheit der "National insatsstyrkan" (National Task Force) beteiligt, die mit der deutschen GSG 9 vergleichbar ist.

Quelle SvD 10.11.2008

Schweden übernimmt angeschlagene Investmentbank

Der schwedische Staat hat die angeschlagenen Investmentbank Carnegie unter staatliche Kontrolle gestellt. Die staatliche Übernahme gilt sowohl für die Carnegie Investment Bank der Max Matthiessen Holding, sowie für die Tochtergesellschaften des Carnegiekonzerns. Carnegie verwaltet insgesamt 100 Milliarden Kronen. Das Geldhaus hat nach einer Reihe von Skandalen letzten Monat eine Abschreibung von einer Milliarde Kronen ausgewiesen. Das Finanzunternehmen verlieh Geld mit hohem Risiko. Der Staat will die stark vernachlässigte Bank von Grund auf umstrukturieren. Neuer Vorstandvorsitzender wird Peter Norman, Direktor von "Sjunde AP-fonden" seit 1999. Auch die komplette Führungsriege soll ausgetauscht werden.

Quelle: Aftonbladet 10.11.2008

Kirchenfusion in Schweden

In Schweden wollen sich die Baptisten, Methodisten und die Missionskirche zu einer neuen Kirchengemeinschaft  zusammenschließen. Es gab bereits zwischen 1969 und 1971 Verhandlungen über einen Zusammenschluss, doch sie scheiterten an den Unterschieden im Taufverständnis. Die neue fusionierte Kirche werde frühestens 2012 entstehen.

Quelle: Radio Vatikan 09.11.2008

Neun Fischer verurteilt

Neun Fischer aus Halland sind zu Geldstrafen zwischen 4000 und 70.000 schwedischen Kronen verurteilt worden, weil sie zuviel Dorsch gefischt hatten. Die EU hat strenge Regeln, wie viel Dorsch in der Ostsee gefischt werden darf. Die Fischer aus Halland fischten 100.000 Tonnen zuviel Dorsch im Jahr 2005. Sie gaben an, dass sie den Dorsch an anderen Orten gefangen hätten, was aber nicht stimmt. Die EU hat große Probleme mit unberechtigtem Fischfang in der Ostsee. Die Raubfischer sind der wichtigste Grund, dass der Dorsch in der Ostsee ausstirbt. Vor allem Raubfischer aus Polen und Schweden setzen dem Dorsch hart zu.

Quelle: 8Sidor 06.11.2008

Lennart Bergelin gestorben

Der schwedische Tennis Profi und ehemaliger Trainer von Björn Borg ist heute im Alter von 83 Jahren gestorben. Lennart Bergelin gehörte von 1946 bis 1955 zu den zehn besten Tennisspielern der Welt. Unter seiner Regie feierte Björn Borg zwischen 1971 und 1983 fünf Wimbledon-Siege und gewann sechsmal bei den French Open in Paris.

Quelle: SvD 04.11.2008

Euro-Debatte um Volksabstimmung

1 EuroDie schwedische Volkspartei meint, es sei Zeit für eine neue Volksabstimmung über den Euro. In der Bevölkerung gehen die Meinungen auseinander. Ein Teil meint, eine so wichtige und komplizierte Frage müsse der Reichstag entscheiden, aber die meisten diskutieren über die Vorteile respektive Nachteile mit der Einführung des Euro. Die Folkpartiet fordert eine Volksabstimmung über den Euro bis spätesten 2011 und motiviert diese Forderung unter anderem mit der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Volksabstimmungen in Schweden sind einzig und allein beratend. Die Schweden sagten "nein" zum Rechtsverkehr in einer Volksabstimmung in den 50er Jahren. 1967 wurde der Rechtsverkehr eingeführt. War das ein Nachteil für Schweden?

Quelle: SvD 02.11.2008

50 Schwedische Leuchtfeuer werden gelöscht

Das schwedische Seefahrtsamt will 50 Leuchttürme nicht weiter betreiben. Die klassischen Seezeichen aus dem 18. Jahrhundert sind für die Handelschifffahrt nicht weiter von Bedeutung. Sjöfartsverket will die Leuchttürme verkaufen bzw. abreißen. Aber die Pläne bekommen harte Kritik von der schwedischen Leuchtfeuergesellschaft, die meint, dass damit die einzigartigen Kulturdenkmäler für alle Zukunft verloren gehen. Hunderte von Jahren haben die Leuchttürme entlang Schwedens Küsten für die Seefahrer in den Nächten geleuchtet. Von Schwedens insgesamt 100 Exemplaren sind ungefähr die Hälfte Baudenkmäler und ein wichtiges Kulturerbe. Die schwedische Leuchtfeuergesellschaft will nun zusammen mit dem Staat eine Stiftung bilden und mit privaten Geldern die Leuchttürme in Zukunft weiter betreiben.

Quelle: Aftonbladet 01.11.2008

 

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